© Geko Grafik - curto - stock.adobe.com Die Allianz für seltene Erkrankungen Pro Rare Austria mit 140 Patient:innenorganisationen und Selbsthilfegruppen als Mitglieder legte nun ihren Jahresbericht 2025 vor. Darin finden sich zum Beispiel der Jahresabschluss mit den Mittelherkünften und Informationen über „Round Table Companies“, die im Vorjahr neu geschaffene Möglichkeit der Kooperation mit Pro Rare Austria für Sponsoren. Außerdem wird im Bericht beschrieben, welche Projekte verwirklicht wurden und woran Pro Rare mitarbeitete. Hierzulande leben zwischen 450.000 und 500.000 Menschen mit einer seltenen Erkrankung, also einer solchen, von der nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen betroffen sind. Es gibt 6000 seltene Erkrankungen, für 94 Prozent davon steht keine Behandlung zur Verfügung. Bis die Diagnose gestellt wird, vergehen im Schnitt fünf Jahre. Der Jahresbericht findet sich hier: https://www.prorare-austria.org
Seit Juli 1983 hebt die ÖAMTC-Flugrettung zur Notfallversorgung von Verunglückten oder akut Erkrankten ab. Aus bescheidenen Anfängen wurden bis zu 22.000 Einsätze pro Jahr mit einer 32 Fluggeräte starken Flotte. Am 14. Mai wurde nun die 500.000. Alarmierung bewältigt. Absolviert wurde der Jubiläumseinsatz von „Christophorus 18“, der zu einem neurologischen Notfall im Nordburgenland abhob. Mittlerweile betreibt die ÖAMTC-Flugrettung 24 Stützpunkte. Noch heuer kommt ein 24/7-Stützpunkt in Suben dazu, der Oberösterreich und Bayern bedienen soll. Ein weiterer Standort ist nächstes Jahr in Wiener Neustadt geplant.
Der Wiener Epidemiologe Matthias Wielscher erhielt kürzlich den mit 450.000 Euro dotierten Award von der WE&ME-Stiftung der Familie Ströck und des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF). Das Geld aus dem erstmals vergebenen Preis dient laut der Stiftung dazu, dass der Wissenschafter an der Medizinischen Universität Wien erforscht, warum die schwere Multisystemerkrankung ME/CFS nicht bei allen Patient:innen gleich verläuft. Bisher habe die fehlende Einteilung der vielfältigen Patient:innengruppe in Untergruppen Studienergebnisse verhindert und damit auch zielgerichtete Therapien, hieß es in der Begründung der Preisvergabe. In einem ersten, vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) und der WE&ME-Stiftung geförderten Projekt untersuchte Wielscherbereits sehr seltene genetische Varianten von ME/CFS. Nun will er häufige Varianten anhand von Daten von 17.000 diagnostizierten ME/CFS-Patient:innen aus dem Datensatz DecodeME prüfen. In Österreich sind nach Schätzungen etwa 73.000 Menschen von ME/CFS betroffen.
Vorarlberger Bürger:innen, die sich im Rahmen der Initiative „Ja zum Erhalt“ für einen Fortbestand von Geburtenstation, Pädiatrie und Gynäkologie am Krankenhaus Dornbirn aussprachen, haben eine wichtige Hürde genommen: Ihr Volksbegehren wurde von 17.605 Stimmberechtigten unterstützt, 5.000 hätten ausgereicht. Damit muss sich nun die Landesregierung innerhalb von drei Monaten mit dem Anliegen befassen. Hintergrund waren Pläne, die Gynäkologie und Geburtenstation von Dornbirn nach Bregenz zu verlegen. Trotz heftiger Proteste, auch aus dem Pflege- und Ärztebereich sowie von der Stadt Dornbirn, blieb die Landesregierung bei ihrer Entscheidung. (tab/sst/Agenturen)