© Константин Чимбай - stock.adobe.com Die Wirkung auf Wirtschaftswachstum, die Beschäftigung und andere Wertschöpfungsbereiche der Pharmaindustrie werden nun in einer Studie dargestellt.
Gleich vier Organisationen gaben gemeinsam eine Studie in Auftrag, die die Wertschöpfungswirkungen der Pharmaindustrie zeigt: Der Fachverband der Chemischen Industrie (FCIO), das Forum der forschenden pharmazeutischen Industrie (FOPI), der Österreichische Generikaverband (OeGV) und der Verband der pharmazeutischen Industrie Österreich (PHARMIG). Erstellt wurde die Studie von dem Wiener Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria auf der Basis von Daten aus 2024.
Das Hauptergebnis: Die ökonomische Wirkung der Pharmaindustrie belief sich 2024 auf 12,9 Milliarden Euro an direkter, indirekter und induzierter Wertschöpfung in Österreich oder auf 2,9 % des Bruttoinlandsprodukts. Was die Wirkung des Teilbereichs Generika anbelangt,zeigte sich, dass sie bei 2,5 Milliarden Euro liegt oder bei 20 % der Gesamtwirkung der pharmazeutischen Industrie. „Damit macht die Studie sichtbar, dass Generikaunternehmen wesentlich zur Wertschöpfung im Land beitragen“, sagt dazu OeGV-Präsident Wolfgang Andiel.
Auch die Beschäftigungswirkung wurde analysiert, wobei sich ergab, dass rund 91.000 Beschäftigte direkt, indirekt oder induziert mit der pharmazeutischen Industrie sowie der Produktion und dem Vertrieb von Generika verbunden waren, was 1,9 % aller Beschäftigten in Österreich entsprach. „Das macht deutlich, wie wichtig es ist, wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für Innovation sowie Investition und Produktion in Österreich langfristig abzusichern“, betont FCIO-Vorsitzende Ilse Bartenstein.
Die Steuern und Abgaben, die von der pharmazeutischen Industrie an die öffentliche Hand gingen, sind in der Studie ebenfalls aufgelistet. Sie betrugen insgesamt rund sechs Milliarden Euro, rund drei Milliarden Euro entfielen auf die direkte Wirkung. Die entsprechenden Zahlen für den Teilbereich Generika lagen bei insgesamt 1,1 Milliarden und 590 Millionen Euro direkt. „Diese unangreifbaren Zahlen zur Bedeutung der oftmals unterschätzten Pharmaindustrie in Österreich sind im politischen Diskurs zur Entwicklung einer wirkungsvollen Life Sciences Strategie starke Argumente“, erklärt dazu FOPI-Präsidentin Ute Van Goethem.
Zur Wirkung auf den Außenhandel wird festgestellt, dass sich der Handelsbilanzsaldo aufgrund der starken Produktionssteigerung ausweitete, und zwar von 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2015 zu einem Saldo von acht Milliarden Euro im Jahr 2024. In diesem Jahr machten die Exporte zehn Prozent aller österreichischen Warenexporte aus. Schließlich heißt es in der Studie noch, auch der Forschungsstandort profitiere sehr stark von den Pharmaunternehmen, und zwar überproportional im Vergleich zur aktuellen ökonomischen Wirkung. „Die Politik hat die pharmazeutische Industrie zurecht als Schlüsselindustrie definiert, sie trägt wesentlich zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes bei“, sagt PHARMIG-Präsident Pavol Dobrocky. (sst)
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