Das erste Halbjahr 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie dynamisch sich die onkologische Pflege in Österreich entwickelt. Als AHOP ist es unser Anspruch, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten. Mit unserer OeGHO- und AHOP-Frühjahrstagung in Bregenz konnten wir nicht nur den fachlichen Austausch mit zahlreichen Kolleg:innen fördern, sondern auch wichtige Weichen für die weitere Arbeit der AHOP stellen. Ein besonderer Meilenstein war in diesem Jahr der erste AHOP-Palliativpflege-Fortbildungstag. Das große Interesse und die ausgezeichnete Resonanz zeigen deutlich, wie wichtig Bildungsangebote mit speziellem Fokus für Pflegepersonen sind, die Menschen mit onkologischer Erkrankung begleiten. Dieses erfolgreiche Format werden wir in den kommenden Jahren konsequent weiterentwickeln. Ebenso intensiv haben wir uns der Weiterentwicklung unserer Informationsmaterialien für Patient:innen gewidmet. Die vorliegende Ausgabe der AHOP-News widmet sich aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen ebenso wie praxisrelevanten Fragestellungen, die unseren Berufsalltag prägen. Beiträge zum Nebenwirkungsmanagement, zur chemotherapieinduzierten peripheren Neuropathie, zur Knochenmarkpunktion oder zu Patient-reported Outcomes zeigen eindrucksvoll, wie evidenzbasierte Pflege und interprofessionelle Zusammenarbeit die Qualität der Versorgung verbessern können. Gleichzeitig greifen wir mit den Themen Palliativpflege, pädiatrische Onkologie sowie ethische Fragestellungen rund um den Sterbewunsch Bereiche auf, die weit über medizinisches Fachwissen hinausgehen und unsere professionelle Haltung als Pflegepersonen fordern. Die Stärke der AHOP liegt seit jeher in der Verbindung von Wissenschaft und Praxis. Unsere Autor:innen bringen ihre Expertise unmittelbar aus der Versorgung ein und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur kontinuierlichen Professionalisierung der onkologischen Pflege in Österreich. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken!
Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre dieser Ausgabe der AHOP-News, viele neue fachliche Impulse und vor allem Freude daran, die onkologische Pflege gemeinsam mit uns weiterzuentwickeln.n
Ihr
Harald Titzer