Eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und genügend Schlaf bilden die Basis für starke Abwehrkräfte. Bestimmte Vitamine und Spurenelemente können den Körper zusätzlich dabei unterstützen, seine natürlichen Schutzfunktionen optimal zu erfüllen.
Der erste Schultag ist geschafft, der Stundenplan steht, und langsam kehrt Routine ein. Doch gerade in der Zeit nach den Ferien begegnen Kinder vielen neuen Menschen und kommen daher in Klassenräumen, auf dem Pausenhof oder in öffentlichen Verkehrsmitteln mit unterschiedlichsten Keimen in Kontakt. Das ist nichts Ungewöhnliches, denn gerade das kindliche Immunsystem lernt ständig dazu und entwickelt sich weiter.
Damit das Immunsystem gut funktioniert, braucht der Körper von Kindern und Erwachsenen verschiedene Bausteine. Neben einer abwechslungsreichen Ernährung spielen ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und genügend Erholungsphasen eine entscheidende Rolle. Stress, etwa durch Prüfungen, einen vollen Terminkalender oder viele unbekannte Situationen, kann die körpereigenen Abwehrkräfte gerade in der Phase eines neuen Lebensabschnitts besonders belasten. Deshalb lohnt es sich, den Alltag möglichst ausgewogen zu gestalten.
Vitamine sind lebenswichtige Mikronährstoffe, die der Körper nicht oder nur in sehr geringen Mengen selbst herstellen kann. Deshalb müssen sie regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden. Besonders in Wachstumsphasen ist eine gute Versorgung wichtig, denn Kinder entwickeln sich körperlich und geistig ständig weiter.
Für das Immunsystem spielen mehrere Vitamine und Spurenelemente eine besondere Rolle. Vitamin C zählt wohl zu den bekanntesten Vertretern. Es unterstützt die normale Funktion des Immunsystems und trägt gleichzeitig dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Reichlich enthalten ist es beispielsweise in Paprika, Beeren, Brokkoli oder Zitrusfrüchten.
Auch Vitamin D ist für das Immunsystem von Bedeutung. Es wird zum größten Teil mithilfe der Sonnenstrahlen in der Haut gebildet. Gerade in den Herbst- und Wintermonaten reicht die Sonneneinstrahlung in unseren Breiten jedoch oft nicht aus, sodass eine ausreichende Versorgung schwieriger werden kann. Ob eine zusätzliche Aufnahme sinnvoll ist, sollte individuell mit einer Ärztin, einem Arzt oder in der Apotheke besprochen werden.
Nicht weniger wichtig ist Vitamin A, das unter anderem zur Erhaltung gesunder Schleimhäute beiträgt. Diese bilden eine natürliche Barriere gegen Krankheitserreger. Gute Quellen sind Karotten, Süßkartoffeln oder dunkelgrünes Blattgemüse.
Neben Vitaminen benötigen Kinder auch Mineralstoffe und Spurenelemente für ein gut funktionierendes Immunsystem. Besonders Zink trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und spielt außerdem eine Rolle bei der Zellteilung und beim Wachstum.
Selen unterstützt ebenfalls die normale Funktion der körpereigenen Abwehr und schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Natürliche Lieferanten sind beispielsweise Nüsse, Fisch oder Vollkornprodukte.
Eisen unterstützt den Sauerstofftransport im Körper und trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Ein Eisenmangel kann sich unter anderem durch Müdigkeit oder verminderte Leistungsfähigkeit bemerkbar machen. Besonders bei Kindern mit einseitiger Ernährung oder in Wachstumsphasen lohnt sich ein genauer Blick auf die Versorgung.
Nicht immer gelingt es, den täglichen Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen ausschließlich über die Ernährung zu decken. Wählerisches Essverhalten, stressige Familienabläufe oder Phasen mit erhöhtem Bedarf können dazu führen, dass einzelne Nährstoffe zu kurz kommen. In solchen Situationen kann eine gezielte Ergänzung bestimmter Vitamine und Spurenelemente sinnvoll sein. Welche Produkte und Nährstoffkombinationen geeignet sind, hängt vom Alter des Kindes, den Essgewohnheiten und den individuellen Bedürfnissen ab. Die Apotheke ist hier eine kompetente Anlaufstelle und berät Eltern dabei, die passende Unterstützung auszuwählen.n