Medizinischer Fachverlag – Grundsätze für Autor:innen

Präambel

MedMedia versteht sich als unabhängiges medizinisches Medienunternehmen mit dem Ziel, wissenschaftlich fundierte, ausgewogene und praxisrelevante Informationen für Ärzt:innen und andere Gesundheitsberufe bereitzustellen. Grundlage sämtlicher Veröffentlichungen sind wissenschaftliche Integrität, redaktionelle Unabhängigkeit, Transparenz sowie die Einhaltung der geltenden gesetzlichen (insbesondere des Mediengesetzes) und ethischen Standards.

Diese Richtlinien gelten für sämtliche zur Veröffentlichung eingereichten Manuskripte, unabhängig davon, ob sie eingeladen oder unaufgefordert eingereicht werden.

  1. Wissenschaftliche Integrität

Eingereichte Beiträge müssen dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen und nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt worden sein. Autor:innen verpflichten sich insbesondere, wissenschaftliche Aussagen sorgfältig zu belegen, Daten korrekt und unverfälscht darzustellen, Ergebnisse nicht selektiv wiederzugeben, Zitate und Quellen vollständig anzugeben sowie klinische Empfehlungen nachvollziehbar zu begründen.

Allfällige Interessenkonflikte, finanzielle oder sonstige Beziehungen und Umstände, die geeignet sind, die wissenschaftliche Unabhängigkeit oder die objektive Beurteilung des Beitrags zu beeinflussen, sind von den Autor:innen offenzulegen, falls von Verlag oder Herausgeber gefordert.

  1. Redaktionelles Prüfverfahren

Jeder Beitrag wird vor einer Veröffentlichung redaktionell geprüft. Dabei werden insbesondere wissenschaftliche Qualität, Aktualität, Vollständigkeit, Ausgewogenheit, Verständlichkeit sowie die medizinische Relevanz bewertet. Die Redaktion kann zur Qualitätssicherung externe Fachgutachter:innen (Review-Board, Herausgeber) hinzuziehen. Die auf dieser Grundlage vorgenommene Beurteilung ist für die Redaktion und die Autor:innen bindend.

Die Autor:innen (ggf. unterstützt durch die Redaktion) haben die jeweils geltenden (auch formalen) Vorgaben des Verlags einzuhalten, insbesondere die Vorgaben zur geschlechtergerechten bzw. gendergerechten Sprache, zu Formatierung, Zitierweise, Umfang und redaktioneller Gestaltung.

  1. Redaktionelle Bearbeitung

Die Redaktion unterstützt die Autor:innen durch sprachliche, stilistische und formale Korrekturen. Sollten strukturelle oder inhaltliche Anpassungen notwendig sein, um die Verständlichkeit oder Zielgruppenrelevanz zu erhöhen, werden diese grundsätzlich mit den Autor:innen abgestimmt, um die wissenschaftliche Kernaussage und die Urheberschaft zu wahren. Die endgültige Gestaltung (Layout, Bildmaterial, Infografiken) obliegt dem Verlag.

  1. Annahme und Ablehnung von Manuskripten

Die Einreichung eines Manuskripts begründet keinen automatischen Anspruch auf Veröffentlichung. MedMedia bemüht sich jedoch, den Autor:innen frühzeitig im Prozess eine verbindliche Entscheidung über die Publikation mitzuteilen, um Planungssicherheit zu schaffen.

Der Verlag behält sich die endgültige Entscheidung über eine Veröffentlichung vor. Im Falle einer Ablehnung wird MedMedia den Autor:innen eine kurze Begründung (z. B. fehlender redaktioneller Fokus, Qualitätsmängel oder Kapazitätsgründe) zukommen lassen. Eine Ablehnung kann insbesondere erfolgen, wenn:

  • Wissenschaftliche Qualitätsanforderungen nicht erfüllt werden.
  • Interessenkonflikte unvollständig offengelegt wurden.
  • Rechtliche Risiken oder ungeklärte Urheberrechtsfragen bestehen.
  • Der Beitrag der redaktionellen Linie widerspricht oder die Reputation des Mediums beeinträchtigen könnte.
  1. Medienübergreifende Veröffentlichung

Der Beitrag darf sowohl in Printmedien von MedMedia als auch online auf der Webseite von MedMedia veröffentlicht werden. Sollte eine Änderung des ursprünglich vorgesehenen Mediums (z. B. Wechsel in ein anderes Fachmedium oder von Print zu rein Digital) notwendig sein, wird MedMedia die Autor:innen darüber informieren und deren Präferenzen nach Möglichkeit berücksichtigen. Die Autorin oder der Autor darf den Beitrag weiterhin selbst nutzen und auch anderen zur Nutzung überlassen.

Der/Die Autor:in bestätigt, zu dieser Rechtseinräumung umfassend berechtigt zu sein, und hält den Verlag von allfälligen Forderungen Dritter frei.

  1. Künstliche Intelligenz

Der Einsatz von KI-gestützten Werkzeugen ist zulässig, sofern die Autor:innen hierfür die alleinige Verantwortung übernehmen und dadurch weder Rechte Dritter noch gesetzliche oder vertragliche Verpflichtungen verletzt werden. Die Autor:innen haben sämtliche unter Verwendung solcher Werkzeuge erstellten oder bearbeiteten Inhalte vor ihrer Übermittlung an MedMedia eigenständig und sorgfältig auf sachliche Richtigkeit, Vollständigkeit, wissenschaftliche Qualität, Originalität sowie die Einhaltung der Rechte Dritter und der sonstigen rechtlichen und redaktionellen Vorgaben des Verlags zu prüfen. Sofern ein Beitrag ohne nachträgliche Bearbeitung durch die Autor:innen unter Einsatz von KI-Lösungen erstellt wurde, haben die Autor:innen dies dem Verlag gegenüber offenzulegen. Darüber hinaus haben die Autor:innen allfällige nach dem anwendbaren Recht, insbesondere des AI-Act, bestehende Kennzeichnungspflichten (z. B. bei Deepfakes oder sonstigen AI-generierten Inhalten) zu beachten und gegenüber dem Verlag zu erfüllen.

  1. Datenschutz und Vertraulichkeit

Patient:innenbezogene Informationen dürfen ausschließlich anonymisiert oder mit einer rechtlich wirksamen Einwilligung veröffentlicht werden. Es gelten die Bestimmungen der DSGVO, des Mediengesetzes sowie die einschlägigen berufsrechtlichen Verschwiegenheitspflichten.

  1. Korrekturen

Werden nach Veröffentlichung erhebliche Fehler oder wissenschaftliche Unrichtigkeiten bekannt, kann der Verlag in Abstimmung mit den Autor:innen ein Erratum oder Corrigendum veröffentlichen. Die Autor:innen unterstützen die Redaktion hierbei nach Kräften und wirken in angemessenem Umfang mit.

Stand: Oktober 2026