© Geko Grafik - curto - stock.adobe.com Dass Schüler:innen erfahren, wie man am besten mit Stress und Rückschlägen umgeht und Fähigkeiten erlernen, die gesundheitsförderliche Entscheidungen im Alltag erleichtern, etwa wenn es um Essen, Bewegung oder den Umgang mit Alkohol und Nikotin geht: Das ist laut Jules Schätzer vom vorsorgemedizinischen Verein SIPCAN das Ziel der von dem Verein durchgeführten Schulinitiative „Stärken stärken“. Die Initiative läuft seit 2024 und wird noch in diesem Schuljahr fortgesetzt. Allein im Schuljahr 2025/26 erreichte sie 40.382 Kinder und Jugendliche an 354 Bildungsstandorten. Die Teilnahme an der Initiative ist für die Schüler:innen kostenlos. Möglich ist das durch die Unterstützung des Pharmakonzerns AstraZeneca, der SIPCAN 150.000 Euro für die Initiative zur Verfügung stellt. Für AstraZeneca ist „Stärken stärken“ Teil seines weltweiten „Young Health Programms“, das bis 2030 läuft und in dessen Rahmen mehr als 100 Millionen US-Dollar in Projekte investiert werden, die der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen dienen.
Nach Schätzungen sind hierzulande bis zu 80.000 Menschen an postakuten Infektionssyndromen (PAIS) erkrankt. In Salzburg und im Burgenland gibt es bereits Ambulanzen für Betroffene. Eine weitere wird derzeit in Wien errichtet. In einer ersten Ausbaustufe soll sie ab dem Sommer 2027 Erkrankten zur Verfügung stehen, der Endausbau erfolgt bis Mitte 2028. Ein Besuch in der PAIS-Ambulanz wird nur nach erfolgter Diagnose und mit einer Überweisung möglich sein. In der Ambulanz mit 20 Vollzeitstellen wird die Erkrankten ein Team aus Vertreter:innen mehrerer Berufsgruppen erwarten, die sie ärztlich versorgen und therapeutisch begleiten. Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) vergibt mit der privaten, von der Unternehmerfamilie Ströck initiierten WE&ME-Stiftung zwei Forschungszuschüsse im Ausmaß von je einer Million Euro. Mit der Medizinischen Universität Wien als Dreh- und Angelpunkt sollen verschiedene Aspekte der Erkrankung erforscht werden.
Nur rund 30 Prozent der österreichischen Senioren sind ausreichend körperlich aktiv, gezielt Krankheiten zu verhüten. Das hat eine Studie der MedUni ergeben. Die Forschenden analysierten die Daten von 3.995 Teilnehmer:innen an der repräsentativen österreichischen Gesundheitsbefragung (ATHIS) im Alter von mindestens 65 Jahren. Als Kriterium für ausreichende körperliche Aktivität wurden die international empfohlenen mindestens 150 Minuten aerober physischer Aktivität pro Woche herangezogen. Mit Modellrechnungen wurde anschließend der mögliche Nutzen ausreichender körperlicher Aktivität in der Altersklasse der österreichischen Senioren abgeschätzt. Das Ergebnis: Bis zu 46,6 Prozent der Schlaganfälle, 40,8 Prozent der Herzinfarkte und 35,8 % Prozent der Diabetes-mellitus-Fälle hätten verhindert werden können, wenn alle Teilnehmenden die Empfehlungen für aerobe körperliche Aktivität umgesetzt hätten.
Termine in rund 225 Klinik-Ambulanzen des Wiener Gesundheitsverbundes sind mittlerweile über die telefonische Gesundheitsberatung 1450 buchbar, wobei die Zahl der teilnehmenden Klinik-Ambulanzen laufend erweitert wird. Die seit Juli 2025 mögliche Terminvereinbarung über die Gesundheitsberatung wird auch immer stärker genutzt: Zuletzt kam man auf durchschnittlich rund 4000 Terminbuchungen pro Monat. Seit Mai sind diese auch über einen Rückrufservice möglich, der auf https://www.1450.wien/services/terminbuchung-in-spitalsambulanzen/ zu finden ist. Für die Patient:innen besteht der Vorteil der Buchung über 1450 darin, dass sie nicht mehr selbst nach der richtigen Anlaufstelle suchen müssen und auch nicht mehr mehrere Ambulanzen zu kontaktieren brauchen. Den Expert:innen der Gesundheitsberatung zeigt eine Datenbank mit rund 2220 Diagnosen, welche Ambulanzen für die jeweilige Diagnose zuständig sind und wo es freie Termine gibt. (tab/sst/Agenturen)