Onkologie: Neues Konzept bei Therapieversagen 

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Für eine Studie an der MedUni Wien wurde nun die Stuhltransplantation als mögliche Hilfe bei Versagen der Immuntherapie gegen Krebs erforscht. Die Ergebnisse sind vielversprechend.

Zwölf Patient:innen mit Leberkrebs, bei denen die Erkrankung trotz Immuntherapie weiter fortgeschritten war, nahmen an einer Studie teil, für die untersucht wurde, ob eine Übertragung von Darmbakterien gegen das Therapieversagen helfen kann. Die Studie wurde von einem interdisziplinären Forschungsteam der Medizinischen Universität Wien durchgeführt, die Ergebnisse sind vielversprechend.

Die Darmbakterien stammten von gesunden Spenderpersonen oder Personen mit Leberkrebs, die gut auf eine Immuntherapie angesprochen hatten. Nach der Übertragung schrumpften bei vier der zwölf Studienteilnehmer:innen die Tumoren in der Leber deutlich. Bei weiteren sechs kam es zu einer Stabilisierung der Erkrankung. „Die Bakterienzusammensetzung im Darm der Teilnehmer:innen glich sich dem Mikrobiom der Spender:innen an, was besonders bei Empfänger:innen von Stuhl von Gesunden der Fall war“, erklärt Adrian Frick, einer der Studienautor:innen. Außerdem hätten sich im Blut Veränderungen der Immunzellen und des Antikörperprofils gezeigt.

Ob sich die Erkenntnisse aus der Studie gezielt nutzen lassen, um ein Versagen der Immuntherapie gegen Leberkrebs zu überwinden, muss erst durch weitere Untersuchungen in größerem Rahmen geklärt werden. (sst/APA)