Zielgerichtete Therapie von Hirnmetastasen

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Hirnmetastasen sind eine zunehmende Herausforderung in der modernen Onkologie, erleben doch immer mehr Patienten diese Komplikation während ihrer Erkrankung. In Bezug auf die klinische Präsentation lässt sich ein interessanter Trend zur frühen Diagnose von asymptomatischen Hirnmetastasen beobachten. Patienten mit asymptomatischen Hirnmetastasen zeigen nach retrospektiven Beobachtungen ein potenziell längeres Überleben.

Zahlreiche moderne Studien inkludieren Hirnmetastasen-spezifische Endpunkte. Bei Lungenkrebs-Patienten mit EGFR-Mutation oder ALK-Translokation und neuen, asymptomatischen Gehirnmetastasen konnte mit dem alleinigen Einsatz der 3.-Generations-TKI Osimertib bzw. Alectinib ein hohes intrakraniales Ansprechen erzielt werden, auch ohne zusätzliche lokale Strahlentherapie.

Eine Hirnmetastasen-spezifische Studie bei Melanom-Patienten mit neuen, symptomatischen Hirnmetastasen zeigte zudem eine hohe intrakraniale Effizienz von einer kombinierten Checkpoint-Inhibition. Die intrakraniale Kontrolle zeigte sich nur gering weniger als die extrakraniale Kontrolle – daher stellt die alleinige systematische Therapie auch eine zu diskutierende Maßnahme bei Patienten mit neuen, asymptomatischen Melanom-Hirnmetastasen dar.

OeGHO 2021, NEUROONKOLOGIE
Anna Berghoff, Wien: Zielgerichtete Therapie von Hirnmetastasen