Firmenporträt: MED-ELTechnologie, die Gehör ­verschafft

In den 1970er-Jahren erfand das Wiener Ehepaar Hochmair sein erstes mikro-elektronisches Mehrkanal-Cochleaimplantat – gemeinsam mit den Klinikärzten wurde die Technologie permanent weiterentwickelt und zu einzigartiger Perfektion geführt. So ist aus der Idee von damals ein global agierendes Medizintechnikunternehmen geworden, dessen Produkte aktuell in 111 Ländern genutzt werden.

 

 

Seit der Jahrtausendwende konnte MED-EL 13 Weltneuheiten auf den Markt bringen. Heute ist das Unternehmen einer der Weltmarktführer in seinem Bereich und stellt in Innsbruck hochentwickelte Hörimplantate her, die in enger Zusammenarbeit mit den implantierenden Ärzten ständig optimiert werden. „Mit Hörimplantaten können wir Gehörlosigkeit und Schwerhörigkeit als Kommunikationsbarriere überwinden“, sagt Ingeborg Hochmair, CEO und CTO von MED-EL. „Es besteht jedoch nach wie vor Aufklärungsbedarf: Derzeit erhalten weniger als zehn Prozent der neu ertaubten Menschen ein Implantat, obwohl bei vielen die Lebensqualität dadurch stark verbessert werden könnte.“

 

 

Bis heute ist das Cochleaimplantat die einzige Technologie, die bei gehörlosen Menschen ein fehlendes Sinnesorgan ersetzen kann. MED-EL hat mittlerweile die breiteste Produktpalette implantierbarer Lösungen, je nach Art und Ausprägung des Hörverlusts: Wenn medizinische Gründe gegen ein Hörgerät sprechen, stehen auch Mittelohrimplantate wie die Vibrant Soundbridge oder die BoneBridge Knochenleitungsimplantate zu Verfügung. Ist noch ein Restgehör vorhanden, helfen Systeme für Elektrisch Akustische Stimulation (EAS) – eine Kombination aus Cochleaimplantat und Hörgerät.

MED-EL investiert am Forschungsstandort Österreich laufend 15 bis 20 Prozent des Umsatzes. In Kooperation mit den Experten aus dem klinischen Bereich treibt das Unternehmen die Weiterentwicklungen stetig voran. Das Unternehmen ist heute einer der größten Arbeitgeber Tirols und beschäftigt weltweit mehr als 1.700 Mitarbeiter. Über 95 Prozent der Hörimplantate werden exportiert und von rund 2.500 HNO-Kliniken auf der ganzen Welt abgenommen.

 

MED-EL Elektromedizinische Geräte Gesellschaft m.b.H.
Fürstenweg 77a, 6020 Innsbruck

MP 04|2016

Herausgeber: AUSTROMED, Interessensvertretung der Medizinprodukte-Unternehmen
Publikationsdatum: 2016-09-14