So können etwa Einmalmasken oder Masken aus Stoff zwar laut Auskunft der AGES das Risiko der Weiterverbreitung des Virus aufgrund von Niesen oder Husten reduzieren; sie sind aber kein adäquater Ersatz für zertifizierte Medizinprodukte und insbesondere nicht für jene FFP2- und FFP3-Masken, die für den Umgang mit COVID-19-erkrankten Personen empfohlen werden.
Auch das Thema Schnelltests sieht die Branche kritisch. AUSTROMED-Präsident Gerald Gschlössl: „Die Diagnostik-Industrie arbeitet global unter Einsatz aller aufzubietenden Möglichkeiten dafür, die Tests in noch größerem Ausmaß zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig müssen die Tests zuverlässige Ergebnisse liefern, um nicht eine unkontrollierte Verbreitung von SARS-CoV-2 zu riskieren.“ Neben den materiellen Ressourcen braucht es daher eine Reihe von flankierenden Maßnahmen wie geschultes Personal, abgestimmte Algorithmen und eine 24-Stunden-Auslastung der Testläufe, um eine möglichst hohe Zahl an validen Ergebnissen sicherzustellen.
„Selbstverständlich stellen wir als Interessensvertretung auch weiterhin den politischen Entscheidungsträgern unser Wissen und unser Netzwerk in diesen so wichtigen Fragen zur Verfügung“, betont Gschlössl. Insgesamt sieht die AUSTROMED das bisherige Vorgehen der Bundesregierung in der Corona-Krise sehr positiv, insbesondere das rasche Handeln, das zur Aufhebung der Exportbeschränkungen für Medizinprodukte geführt hat. „Gemeinsam können wir die Verbreitung von SARS-CoV-2 eindämmen, unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps bewahren und hoffentlich schon bald wieder gesund unserem gewohnten beruflichen und privaten Alltag nachgehen“, ist Gschlössl überzeugt.