v.l.: Thomas Weber, Thomas Veitschegger, Sabine Glanznig, Monika Aichberger, Christoph Heiserer © GregorHartl.at Die Apotheken sind bereit dazu, das Ihre zur Prävention und Früherkennung von Krankheiten beizutragen, so der Tenor beim heurigen Sommergespräch der Oö-Apothekerkammer.
Das Motto des heurigen Sommergesprächs der Apothekerkammer Oberösterreich (AKOÖ) lautete „Einfach starten mit der Apotheke am Beginn des Patientenpfades“. Demgemäß war der Tenor des Gesprächs, das kürzlich im Lentos Kunstmuseum in Linz stattfand und zu dem zahlreiche Apotheker:innen, Politiker:innen und Gäste aus dem Gesundheitssystem und der Wirtschaft gekommen waren, dass die Apotheken bereit dazu seien, das Ihre zur Prävention und Früherkennung diverser Krankheiten beizutragen.
AKOÖ-Präsident Thomas W. Veitschegger, der gemeinsam mit AKOÖ-Vizepräsidentin Monika Aichberger zum Sommergespräch geladen hatte, wies in seiner Eröffnungsrede daraufhin, welche die zentralen Elemente der gesundheitspolitischen Reformagenda der Bundesregierung sind: Mehr Prävention, ein niederschwelliger Zugang zum Gesundheitssystem und das Impfen in Apotheken. „Die Apotheken sind längst bereit“, sagte er. Sie hätten in Ausbildungen investiert und sich auf die neuen Herausforderungen vorbereitet, nur wäre man bisher von der Bundesregierung noch nicht zu entsprechenden Gesprächen eingeladen worden. Das lasse darauf schließen, dass der politische Wille zur Umsetzung zum Beispiel des Beschlusses, das Impfen in Apotheken zu erlauben, fehle. Aichberger betonte in ihrer Einleitung des Gesprächs, dass die Apotheken vieles leisten könnten, auch was andere Präventionsmaßnahmen als das Impfen anbelangt.
Allein weil sie wohnortnah seien, lange Öffnungszeiten hätten und über hochqualifiziertes Personal verfügten, würden sie beispielsweise viele Menschen für wichtige Früherkennungsmaßnahmen erreichen. „Point-of-Care-Tests wie Blutdruckmessungen, Lipidprofile oder HbA1c-Messungen können dazu beitragen, erste Hinweise auf mögliche gesundheitliche Risiken zu erhalten.“ Sie sollten künftig als anerkannter Bestandteil der Versorgung verstanden und in den Apotheken als Kassenleistung ermöglicht werden. In der auf die Eröffnungsworte folgenden Diskussionsrunde waren sich auch die daran teilnehmenden Gesundheitsexpert:innen darin einig, dass Gesundheit mit einem ersten Schritt beginnt und der Patient:innenpfad einfach und niederschwellig in der Apotheke starten kann. Aichberger und Veitschegger sagten dazu, dies würde nicht nur den Menschen mehr Lebensjahre bei Gesundheit ermöglichen, sondern auch im Gesundheitssystem Kosten sparen. (sst/APA)