Generikahersteller fordern neue Preisregeln   

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Auf der Basis einer Studie und des jüngsten Dachverbandsreports, die zeigen, wie wichtig Generikaunternehmen für Österreich sind, fordert der Generikaverband nun neue Preisregeln. 

Der Preisdruck bei Generika nehme seit Jahren zu, gesetzliche Rahmenbedingungen drücken die Preise weiter nach unten, es gebe aber kaum noch Spielraum nach unten, heißt es seitens des Österreichischen Generikaverbands. Dessen Präsident Wolfgang Andiel warnt daher: „Wenn die Preise weiter sinken, während Kosten und regulatorische Vorgaben zunehmen, werden Hersteller aus dem Markt gedrängt.“

Damit das nicht passiert, fordert der Verband ein Erstattungs- und Preissystem, das Wettbewerb und Planungssicherheit ermöglicht. Das Preisband, das vorsieht, dass alle zwei Jahre die Preise wirkstoffgleicher Produkte in einen Preiskorridor von maximal 20 Prozent über dem jeweils günstigsten Produkt derselben Wirkstoffstärke abgesenkt werden, wurde zwar bis 2029 verlängert. Es brauche aber auch für die Zeit danach eine dauerhafte Verankerung. Zusätzlich müsse es mehr Spielraum bei sehr niedrigen Preisen, die Möglichkeit einer Indexanpassung bei steigenden Kosten und eine freie Preisbildung bei Arzneien unter der Rezeptgebühr geben. Außerdem müssten Versorgungskriterien im Erstattungs- und Preissystem verbindlich berücksichtigt werden.

Die Forderungen erstellt der Verband auf Basis einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria und des Heilmittelreports des Dachverbands der Sozialversicherungsträger (DVSV), die beide zeigen, wie sehr Österreichs zwölf Generikaunternehmen, die teils auch hierzulande produzieren, die Medikamentenversorgung und die Wertschöpfung stärken. Sie haben Wertschöpfungswirkungen von rund 2,5 Milliarden Euro und schaffen rund 19.000 Beschäftigungsverhältnisse, wobei 6400 direkt in Generikaunternehmen angesiedelt sind. Ihr BIP-Beitrag betrug 2024 zirka 0,6 %. Der Vertrieb und die Produktion von Generika bringen Steuer- und Abgabeeinnahmen von 1,1 Milliarden Euro. Der DVSV-Report zeigt laut Andiel darüber hinaus, dass Generika, die die Hälfte aller verschriebenen Medikamente darstellen, aber nur 14 % der Gesamtkosten für Medikamente verursachen, das Gesundheitssystem entlasten und noch dazu bei Lieferengpässen wichtige Versorgungsalternativen bieten. (sst)