© Geko Grafik - curto - stock.adobe.com Ein neues Buch aus dem ÖGB-Verlag nimmt eines der folgenreichsten sozialpolitischen Projekte der Regierung Schwarz-Blau II kritisch unter die Lupe. „Der Coup. Wie die Arbeitgeberseite die Sozialversicherung kaperte“ wurde am 2. März in Wien präsentiert und zeigt die Machtverschiebung innerhalb der Sozialversicherung durch die Reform 2018 auf. Die Autorinnen Claudia Neumayer-Stickler und Julia Stroj (beide ÖGB) analysieren die Reform faktenbasiert und rekonstruieren die Auswirkungen auf Mitbestimmung, Selbstverwaltung und Gesundheitsversorgung anhand aktueller Zahlen.
„Unser Gesundheitssystem ist stark, aber nicht für alle gleich leicht zugänglich”, sagt der Grazer Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer (KPÖ). Genau hier schafft die Gesundheitsdrehscheibe Graz Abhilfe. Sie bietet kostenlose Unterstützung beim Zugang zu medizinischer Versorgung und zog kürzlich Bilanz über 2025. Da wurde sie von mehr als 2065 Menschen kontaktiert, weitere 853 wurden am Standort der Drehscheibe beraten, mehr als 1100 Klient:innen sind in der Datenbank vermerkt. In der 2023 eröffneten Einrichtung ist ein multiprofessionelles Team aus 17 Mitarbeiter:innen tätig. Finanziert wird die Gesundheitsdrehscheibe unter anderem von der Stadt Graz, dem Land Steiermark und dem Fonds Gesundes Österreich.
Als sie Österreich beim Eurovision Song Contest 2024 im schwedischen Malmö mit dem Techno-Pop-Song „We Will Rave” vertrat, waren an ihren Hüften Vitiligo-Flecken erkennbar: Nun ist Kaleen, die wie rund 100.000 Menschen in Österreich an der Pigmentstörung leidet, Mitglied der Vitiligo Hilfe Österreich geworden. Sie will damit einerseits auf die Selbsthilfeorganisation aufmerksam machen. “Niemand soll Angst haben, um Hilfe zu bitten, die Organisation ist dazu da”, sagte sie anlässlich ihres Beitritts. Andererseits will sie auch dazu beitragen, dass mehr über die Krankheit informiert wird. “Viele kennen Vitiligo gar nicht, und wer die Krankheit kennt, denkt oft fälschlich, sie sei ansteckend oder verbindet sie mit Unreinheit.” Bei der Unterzeichnung des Mitgliedsantrags der bekannten Sängerin war auch der Wiener Dermatologe und Vorstand der Dermatologischen Abteilungen der Kliniken Hietzing und Landstraße Christian Posch dabei. Er unterstrich die Wichtigkeit von Selbshilfegruppen generell und der erst im Herbst 2025 gegründeten Vitiligo Hilfe Österreich.
94.490 Einsätze im Rettungsdienst, 72.535 Hausbesuche durch die mobile Hauskrankenpflege, 1646 Nutzungen der Rufhilfe und die Aufbringung von knapp 16.500 Blutkonserven für die medizinische Versorgung: So sieht die Bilanz des Roten Kreuzes Burgenland über das Jahr 2025 aus. „3594 freiwillige Mitarbeiter:innen engagierten sich, dazu noch 309 Hauptberuflich, 159 Zivildienstleistende und 67 Teilnehmer:innen des Freiwilligen Sozialjahres”, ergänzte dazu noch Präsident Werner Krischka. Beim Bilanzieren wurde auch auf die Sonderausstellung auf der Burg Schlaining verwiesen, die ab dem Weltrotkreuztag am 8. Mai läuft und die Geschichte des Roten Kreuzes erzählen wird. (sst/tab/Agenturen)