Hintergründe, Gerüchte und Karriere-News

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Pharmaunternehmen investiert kräftig 

Das Pharmaunternehmen Boehringer-Ingelheim erweitert seinen Campus in Wien-Meidling und investiert mehr als 100 Millionen Euro in ein neues Büro- und Verwaltungsgebäude. Der Grundstein dafür wurde nun gelegt, die Fertigstellung ist für 2027 geplant. Der Neubau entsteht unmittelbar neben der jetzigen Unternehmenszentrale und wird 990 Mitarbeiter:innen Platz bieten: Sie können je nach Aufgabe jene Arbeitsumgebung wählen, die sie gerade brauchen, von ruhigen Fokusbereichen über Co-Working-Flächen bis hin zu Meetingräumen. Die Errichtung des neuen Gebäudes komme einem klaren Bekenntnis zum Standort Wien gleich, sagte Generaldirektor Pavlov Dobrocky bei der Grundsteinlegung. 

Digitales Kinderschutzzentrum zieht Bilanz 

Es ist ein Projekt der Kinderschutzzentren in Österreich, wurde als Ergänzung zu deren Beratungsangebot als digitale Anlaufstelle entwickelt und wird vom Gesundheitsministerium finanziert: Das digitale Kinderschutzzentrum, wo sich Kinder und Jugendliche in Gewalt- und Gefährdungssituationen anonym im Chat beraten lassen können. Rund 350 nahmen die Beratung seit deren Start im März in Anspruch, besonders viele der Ratsuchenden sind zwischen 14 und 17 Jahre alt. Ihre Fragen drehen sich um psychische, körperliche und sexuelle Gewalt, um Cybermobbing, Überforderung, soziale Ängste, Vernachlässigung, Einsamkeit, Selbstzweifel, Suizidgedanken, häufig auch um schädliche Einflüsse sozialer Medien. Vor diesem Hintergrund begrüßt das digitale Kinderschutzzentrum die geplante Social-Media-Altersbeschränkung, meint aber, diese allein reiche nicht aus, es brauche weiterhin auch die digitale Beratung.  

Reha-Betreiber investiert in Ausbau 

Mehr als 100 Millionen Euro steckt der in Österreich, Deutschland und der Schweiz tätige Reha-Betreiber Vitrea in den Ausbau seiner Einrichtungen, heißt es in einer Mitteilung der Unternehmensgruppe, die aus den früheren Vamed-Kliniken hervorging. Das Geld fließt in die Verbesserung der Digitalisierung und die flexiblere Ausrichtung der Therapien. In Österreich verfügt die Vitrea-Gruppe, die eigenen Angaben zufolge einen Umsatz von etwas mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr macht, über 20 Einrichtungen mit rund 3000 Mitarbeiter:innen. Im gesamten DACH-Raum werden in 80 Einrichtungen mit rund 14.000 Mitarbeiter:innen pro Jahr rund 220.000 Patient:innen betreut. 

Neue Leiterin für Patient:innenvertretung 

Die Chefin der Salzburger Patient:innenvertretung Isabel Rippel-Schmidjell übernahm kürzlich die Geschäftsführung der Österreichischen Plattform Patient:innensicherheit. Sie folgt in dieser Funktion Maria Kletecka-Pulker nach und wird die Plattform gemeinsam mit dem Plattform-Präsidenten Michael Wagner weiterentwickeln. Rippel-Schmidjell war vor ihrer Tätigkeit bei der Salzburger Patient:innenvertretung viele Jahre als Rechtsanwältin mit dem Schwerpunkt Medizinrecht tätig. Aufgrund ihrer Erfahrungen aus dieser Zeit will sie sich besonders für eine Stärkung der Patient:innenrechte, eine gelebte Sicherheitskultur und den offenen Dialog zwischen Patient:innen und Entscheidungsträger:innen im Gesundheitswesen einsetzen. (sst/Agenturen)