© Geko Grafik - curto - stock.adobe.com Frauen wird im Vergleich zu homosexuellen Männern oder Drogenabhängigen häufig erst spät zu einem HIV-Test geraten. Darauf macht die Aids Hilfe Wien zum Welttag der sexuellen Gesundheit am 4. September aufmerksam. Ein Grund dafür sei das HIV-Screening während der Schwangerschaft im Rahmen des Eltern-Kind-Passes. Dabei würden zwar Frauen mit HIV frühzeitig erkannt. „Aber wenn eine Frau aus dieser Lebensphase heraußen ist, dann hat sie wirklich keine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, einen HIV-Test angeboten zu bekommen“, betonte Grabmeier-Pfistershammer. Die Aids Hilfe Wien fordert daher mehr Bewusstsein bei Ärzt:innen. Gleichzeitig werden Menschen mit HIV in Österreich immer älter: Das Durchschnittsalter der in Behandlung lebenden HIV-positiven Personen stieg laut österreichischer HIV-Kohortenstudie von 39,2 Jahren im Jahr 2002 auf 51,1 Jahre im Vorjahr.
Zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen in Österreich erleiden aufgrund von Lernschwierigkeiten persönliche Nachteile, die zu volkswirtschaftlichen Folgekosten führen. Hier setzt ein neues Studienangebot von PH Tirol und UMIT Tirol an. Das außerordentliche Masterstudium „Spezifische Lernförderung und Beratung“ bildet ab Herbst in sechs Semestern fachlich vorgebildete Personen wie Lehrer:innen, Pädagog:innen, Psycholog:innen oder Logopäd:innen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Bereich Legasthenie, Dyskalkuie, ADHS und Autismus aus. Mit dem Vorhaben des Bildungsministeriums, multiprofessionelle Teams an Schulen zu etablieren, entstehen neue Arbeitsmöglichkeiten für Absolvent:innen, heißt es seitens der Tiroler Hochschulen. Das neue Studienangebot ist die erste strategische Kooperation beider Einrichtungen.
Der September ist der internationale Childhood Cancer Awareness Month. Zu diesem Anlass macht das St. Anna Kinderspital auf die besonderen Herausforderungen bei kindlichen Krebserkrankungen aufmerksam und gibt Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte. Im Mittelpunkt stehen innovative Modelle zur Entstehung von Tumoren, neue Verfahren zur frühzeitigen Erkennung von Rückfällen, moderne Genomforschung sowie Ansätze der Präzisionsmedizin, die das Potenzial haben, die Behandlung von Kindern mit Krebs nachhaltig zu verändern. Jedes Jahr erkranken europaweit rund 35.000 Kinder und Jugendliche an Krebs, in Österreich etwa 300 bis 350. Dank jahrzehntelanger Forschung können heute mehr als 80 % in manchen Ländern langfristig geheilt werden.
Laut der Österreichischen Gesellschaft für ME/CFS leiden 0,8 Prozent der Bevölkerung an ME/CFS, also fast 74.000 Österreicher:innen und im Burgenland rund 2400. Dort gibt es ab Oktober neue Therapieangebote für Betroffene. In der Klinik Oberwart wird eine Ambulanz eingerichtet. Dort wird auch entschieden, welche Patient:innen die ebenfalls neue stationäre und mehrwöchige Therapie bekommen können, die im Reduce-Gesundheitsresort Tatzmannsdorf möglich sein wird. Das Therapieprogramm wurde von der Klinik gemeinsam mit dem Gesundheitsresort entwickelt und beinhaltet unter anderem orthomolekulare Substitutionstherapien, Physiotherapien, Kälteanwendungen und Gesprächstherapien. Vereinbarungen für Termine in der Klinik-Ambulanz sind bereits möglich. (tab/sst/Agenturen)