HPV-Impfung: Bei Buben besteht Nachholbedarf  

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Zum Schulstart macht der Impfstoffhersteller-Verband auf Lücken bei der HPV-Impfung von Buben aufmerksam. Eine neue Studie bestätigt, dass die Impfung auch junge Männer schützt.  

In Österreich ist die HPV-Impfung seit 2014 für Mädchen und Buben im Schulimpfprogramm kostenlos verfügbar. Dennoch besteht insbesondere bei Buben weiterhin Luft nach oben, wie aktuelle Zahlen des öffentlichen HPV-Cockpits Österreich zeigen. Während 55 Prozent der 14-jährigen Mädchen vollständig gegen HPV geschützt sind, haben bisher nur 43 Prozent der gleichaltrigen Buben beide Impfungen erhalten. Besonders niedrig ist die Impfquote bei 14-jährigen Buben in Niederösterreich (30%), Salzburg (33%) und dem Burgenland (35%). Mit zunehmendem Alter wird die Schere zwischen Mädchen und Buben noch größer.

Dass der 9-valente HPV-Impfstoff auch Buben und junge Männer vor HPV schützt, zeigt eine neue Kohortenstudie. Die Analyse einer großen internationalen Datenbank ergab, dass geimpfte Buben und Männer im Alter von 9 bis 26 Jahren deutlich seltener HPV-bedingte Erkrankungen und Krebsvorstufen entwickeln.

Der Österreichische Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH) empfiehlt daher, Buben bereits im empfohlenen Alter von 9 bis 11 Jahren zu impfen. Um bestehende Versorgungslücken zu schließen, sei zudem eine bundesweit koordinierte Weiterentwicklung des Schulimpfsystems inklusive regelmäßiger Impfpasskontrollen im Rahmen der Schuleintrittsuntersuchungen nötig. (tab)

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