Impfappelle am Welt-HPV-Tag

Laut österreichischem Krebsbericht stecken sich vier von fünf Personen – Männer, Frauen und Kinder – im Laufe ihres Lebens mit HPV an. Schutz bietet die Impfung.

Etwa 80 Prozent aller Frauen und Männer infizieren sich im Verlauf ihres Lebens mit verschiedenen Arten des Humanen Papillomavirus (HPV), dem am häufigsten sexuell übertragbaren Virus. Eine anhaltende HPV-Infektion mit gefährlichen HPV-Typen (vor allem HPV-16 und HPV-18) kann Gebärmutterhalskrebs, aber auch andere Krebsarten wie Anal- und Peniskrebs oder Mund-Rachen-Krebs auslösen. Darüber hinaus können bestimmte HPV-Typen auch Genitalwarzen verursachen.

Die Impfung gegen HPV ist eine wirksame Möglichkeit, Infektionen und damit einhergehende Erkrankungen zu verhindern. Bisher war die Impfung laut österreichischem Impfplan und Kinderimpfkonzept für Mädchen und Jungen im Alter zwischen dem vollendeten 9. und 12. Lebensjahr kostenlos verfügbar. Seit Februar 2023 können sich wie berichtet Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen dem 9. und dem 21. Lebensjahr kostenlos impfen lassen. Expert:innen begrüßen diese Entscheidung und rufen die österreichische Bevölkerung dazu auf, das Angebot zu nutzen und sich impfen zu lassen.

Im Vorjahr wurde erstmals der HPV-Förderpreis des Pharmaunternehmens MSD ausgeschrieben. Ziel des Preises ist es, zukunftsorientierte Projekte oder Aktivitäten auszuzeichnen, die konsequent auf die Steigerung des Bewusstseins für HPV in der Bevölkerung abzielen. Einreichungen sind bereits möglich, wobei sowohl HPV-Bildungsinitiativen und geplante Praxisprojekte oder Awareness-Aktivitäten als auch journalistische Arbeiten sowie Medienprojekte eingereicht werden können. Die Frist für Einreichungen endet am 30. Juni 2023. Mehr Informationen zum Förderpreis sind auf der Website www.gemeinsam-gegen-HPV.at verfügbar. (red)