Krankenversicherungen legen Quartalsbericht vor

(c) Österreichische Gesundheitskasse

ÖGK und Selbstständigenkasse haben ihre Gebarungsvorschau präsentiert. Beide erwarten für heuer Verluste und geben sich dennoch gelassen.

Die unsichere wirtschaftliche Lage und die hohe Inflation machen genaue Prognosen derzeit schwierig. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) und die Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS) haben am Wochenende aber eine Ergebnisvorschau präsentiert. Seit Februar kam es bei der ÖGK demnach zu einer leichten Steigerung der Ausgaben im Bereich der Ärztlichen Hilfe und Heilmittel. Die Beitragseinnahmen blieben weitestgehend gleich. Für das laufende Jahr veranschlagt die ÖGK ein Minus von 137,2 Mio. Euro. Die Finanzgebarung der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) bleibe „dennoch stabil“, wird mitgeteilt. Der vorläufige Jahresabschluss der ÖGK für 2021 zeigt bei einem Budget von über 16 Mrd. Euro ein Minus von 92,2 Mio. Euro. Das entspreche weniger als einem Prozent der Gesamteinnahmen. „Die ÖGK befindet sich seit ihrer Gründung 2020 auf einem guten Weg. Die Leistungen für unsere Versicherten sind nachhaltig gesichert,“ betont ÖGK-Obmann Matthias Krenn.

Ähnlich klingt es aus der SVS: „Die SVS hat eine konstant solide Gebarungsentwicklung und bietet damit verlässlich soziale Sicherheit für die Selbständigen in turbulenten Zeiten. Die aktuelle Vorschau für 2022 sieht für die Sparte Krankenversicherung einen Verlust von 37,3 Mio. Euro vor, für 2023 wird ein Plus von 18,6 Mio. Euro erwartet“, erklärt SVS-Obmann Peter Lehner. Für das Geschäftsjahr 2021 rechnet die SVS in der Krankenversicherung mit einem voraussichtlichen Bilanzgewinn von 98,6 Mio. Euro. „Die größte Ausgabenposition im Jahr 2022 ist die Spitalsfinanzierung mit 615 Mio. Euro. 577,5 Mio. Euro werden für Ärztliche Hilfe ausgegeben und mit 426 Mio. Euro werden die Heilmittel für die Versicherten finanziert“, führt Lehner weiter aus. Der hohe voraussichtliche Gewinn für 2021 ist ein Einmal-Effekt. (rüm)