Langes Leben ist Frage des Blutes

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Einer Studie zufolge ist ein langes Leben auch eine Frage des Blutes: Forscher:innen entdeckten in jenem von Hundertjährigen Proteine mit einem Profil, das sonst nur Blutproteine junger Menschen haben.  

Das Blut von Hundertjährigen enthält 37 Proteine, die Proteinen im Blut von jungen Menschen stark ähneln: Das fanden Forscher:innen der Universitäten Genf und Lausanne heraus, die an der Studie „Swiss 100“ arbeiten. Diese befasst sich mit Hundertjährigen und geht neben medizinischen und biologischen auch psychologischen und soziologischen Aspekten der Langlebigkeit nach.  

Die entdeckten, junggebliebenen Proteine zeigen, dass ein langes Leben auch eine Frage des Blutes ist. Sie verringern teils den oxidativen Stress, der vermutlich den Alterungsprozess antreibt, teils regulieren sie die extrazelluläre Matrix. Andere der Proteine könnten dabei helfen, Krebs abzuwehren und ein gutes Kohlenhydratgleichgewicht aufrechtzuerhalten.  

Entsprechende Blutbestandteile und „eine fein regulierte Stoffwechselgesundheit“, wie die Forscher schreiben, zählen den Erkenntnissen aus der Studie folgend demnach zu den Faktoren, die ein langes Leben ermöglichen. Dies neben einer gesunden Lebensweise mit einer entsprechenden Ernährung, körperlicher Aktivität, dem Vermeiden von Übergewicht und dem Pflegen sozialer Kontakte. (sst/APA)