© AEP Die Österreichische Post und die Unternehmensgruppe des ehemaligen Wirtschaftsministers Martin Bartenstein verkaufen ihre Anteile an einem Pharmagroßhändler.
Gerüchte gab es schon seit vergangenem Sommer, nun steht es fest: Die Düsseldorfer The Platform Group (TPG), eine Holding mit mehr als 30 Onlineplattformen und Marktplätzen, übernimmt den deutschen Pharmagroßhändler AEP mit Sitz im unterfränkischen Alzenau. AEP – abgekürzt für Apothekeneinkaufspartner – wurde 2012 gegründet, die Gründungspartner waren bis zuletzt noch die Hauptanteilseigner: die Österreichische Post (rund 51,5 Prozent) und mit rund 25 Prozent die Unternehmensgruppe des ehemaligenWirtschaftsministers Martin Bartenstein (G.L. Pharma, Genericon).
Das Signing erfolgte am 26. Jänner, mit dem Closing wird im ersten Quartal 2026 gerechnet, teilte die Post am Montagabend mit. Die Post ist demnach seit 2013 an der Muttergesellschaft Adelheid beteiligt, die wiederum 100 Prozent von AEP hält, und hat ihre Anteile schrittweise auf 51,52 Prozent erhöht. Zum Verkaufspreis herrsche Stillschweigen. Nachdem AEP im Jahr 2025 einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro erreicht habe und vollständig im deutschen Pharmagroßhandel etabliert sei, beginne für das von der Post mitbegründete Unternehmen die nächste Phase der Entwicklung. Die bisherigen Eigentümer hätten sich daher entschieden, ihre Anteile an AEP zu veräußern.
Die Österreichische Post AG werde sich dadurch auf ihr „Kerngeschäft als E-Commerce-Dienstleisterin in Südost- und Osteuropa, der Türkei und darüber hinaus“ fokussieren. Der neue Eigentümer The Platform Group verfügt auch über Erfahrungen im Pharmabereich und will den Großhändler nahtlos in ihr eigenes Angebot integrieren und ihn mit der Click&Collect-Software Aponow verknüpfen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. AEP hat rund 250 Beschäftigte. (rüm/APA)