Schmerzwochen zeigen Studie zu Cannabidiol bei Hirntumoren

Bereits zum 19. Mal informiert die Österreichische Schmerzgesellschaft (ÖSG) im Rahmen der Österreichischen Schmerzwochen ab 21. Jänner 2020 über eine breite Palette von wichtigen Themen, Neuerungen, Anliegen und Forderungen aus allen Bereichen der Schmerzmedizin.

So wird berichtet, dass neue Studien und Fallbeispiele zeigen, dass das Cannabinoid Cannabidiol (CBD) den Schmerz bei Glioblastomen, der häufigsten bösartigen Hirntumor-Art bei Erwachsenen, lindert, die Lebensqualität verbessert und möglicherweise das Tumorwachstum hemmt. Im Unterschied zu THC ist CBD nicht psychoaktiv und erweist sich Studien zufolge als Add-on-Therapie in der Schmerzmedizin als nützlich. „Hochdosiertes CBD kann in Kombination mit Opioiden und anderen Schmerzmedikamenten auch bei sonst therapieresistenten Schmerzsymptomen eingesetzt werden“, sagt Rudolf Likar, Leiter der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Klinikum Klagenfurt und LKH Wolfsberg, anlässlich der 19. Schmerzwochen der ÖSG.

Der Generalsekretär der Österreichischen Schmerzgesellschaft verweist besonders auf die Wirksamkeit der Substanz bei der Behandlung von Patienten mit Grad IV Glioblastom Multiform, einer Hirntumorerkrankung mit einer durchschnittlichen Überlebenszeit von 14 bis 16 Monaten. Die wesentlichen Behandlungsmaßnahmen bestehen darin, den Hirntumor, sofern das durch seine Lage möglich ist, chirurgisch zu entfernen und eine unterstützende Radiochemotherapie durchzuführen. (red)