Schwierige Lage für Apotheken führt zu Schließungen  

In den ersten neun Monaten des Jahres ist die Zahl der Apotheken in Deutschland weiter zurückgegangen. Der Grund liegt in sinkenden Erträgen und fehlendem Personal.

Die Apothekerverbände in Deutschland schlagen Alarm. Die Zahl der Apotheken in unserem Nachbarland ist heuer weiter geschrumpft. In den ersten neun Monaten des Jahres gab es unter dem Strich rund ein Drittel mehr Schließungen als im Vorjahreszeitraum, so die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).  Demnach wurden bis Ende September 285 Apotheken mehr geschlossen als neu eröffnet. Insgesamt gibt es damit zum jetzigen Zeitpunkt laut ABDA 18.176 Apotheken in Deutschland. ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening sieht einen Grund für die fortlaufende Schließungswelle in der wirtschaftlichen Lage vieler Apotheken, berichtet der deutsche Fernsehsender ARD.

„Täglich spüren sie die Auswirkungen der hohen Inflation und Energiepreise.“ Der hohe Bürokratieaufwand, der Nachwuchsmangel, all das mache es zunehmend schwer die wohnortnahe Artzneimittelversorgung auch in der Zukunft sicherzustellen, sagt Overwiening im ARD-Interview. Sorgen macht den Betreiber:innen von Apotheken vor allem der Personalmangel.  Zudem wären die aktuellen Regelungen zu Notdiensten im ländlichen Raum ein großes Problem für die Personalgewinnung, wird der Präsident der Bayerischen Landesapothekerkammer Thomas Benkert zitiert. (red)