© Rido - stock.adobe.com Beim Austrian Life Sciences Day wurde eine neue Förderinitiative für digitale Innovationen im Gesundheitsbereich vorgestellt.
Die Initiative „Digital Health Austria – Innovationen für ein Gesundheitssystem für morgen“ ist Teil der Industriestrategie der Bundesregierung und soll Schlüsseltechnologien im Bereich Life Sciences gezielt fördern. Ziel des gemeinsamen Projekts von Österreichischer Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), Austria Wirtschaftsservice (aws) und Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist es, digitale Innovationen im Gesundheitsbereich schneller in die Anwendung bringen und Herausforderungen im Gesundheitssystem gezielt zu adressieren – etwa demografischer Wandel, regionale Versorgungslücken oder die bessere Nutzung von Gesundheitsdaten.
Das neue Förderökosystem sieht neben der frühzeitigen Einbindung von relevanten Stakeholdern auch Begleitmaßnahmen für Antragstellende und Fördernehmer:innen vor. Diese Maßnahmen sollen sicherstellen, dass Forschungs- und Innovationsprojekte nicht isoliert entwickelt, sondern frühzeitig mit konkreten Anwendungen verbunden werden. Die FFG übernimmt die Forschungs- und Innovationsförderung, die aws bringt ihre Expertise zu Verwertung, Skalierung und Innovationsschutz ein. Die LBG unterstützt insbesondere Co-Creation zwischen neuen Akteurskonstellationen, Open Innovation und gesellschaftlicher Wirkung.
„Die Zukunft der Gesundheitsversorgung entscheidet sich zunehmend daran, wie gut wir digitale Innovationen in die reale Versorgung bringen“, betonen Henrietta Egerth und Karin Tausz, Geschäftsführerinnen der FFG. Digital Health Austria schaffe die Voraussetzungen dafür, dass aus Forschung wirksame Lösungen für Menschen werden. Finanziert wird die Initiative aus Mitteln des Fonds Zukunft Österreich (FZÖ). Insgesamt stehen 13 Millionen Euro zur Verfügung.
Mit dem Kick-off der Initiative startet zugleich die erste Ausschreibung für großvolumige Leitprojekte („Flagship Projects“) im Bereich Digital Health. Gefördert werden etwa Vorhaben zu KI- und datenbasierten Anwendungen, Interoperabilität und Gesundheitsdaten,Lösungen für strukturschwache Regionen, Gender Health und Diversität sowie praxisnahe Umsetzung und Skalierung. Für die Leitprojekte stehen 7,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ab 2027 ist eine zweite Förderschiene für kooperative F&E- Projekte (Digital Health Austria Ideas Labs) geplant. (APA/tab)