Umfrage stellt Apotheken gutes Zeugnis in Corona-Krise aus

Symbolbild

Zum Ende der Ausgangsbeschränkungen ließ der Österreichische Apothekerverband eine Online-Umfrage durchführen, um zu erheben, wie die Leistungen der Apotheker während der Krise angekommen sind.

„Nach den enormen Anstrengungen, die jede einzelne Apotheke in Österreich in der Zeit des Lockdown bewältigt hat, wollten wir von den Menschen wissen, wie zufrieden sie mit den Leistungen der Apotheken in dieser großen Gesundheitskrise waren – auch im Vergleich zu anderen Angeboten im Gesundheitssystem“, sagt Jürgen Rehak, Präsident des Österreichischen Apothekerverbands. Insgesamt haben 78 % der Bevölkerung während der Coronakrise sehr gute oder gute Erfahrungen mit Apotheken gemacht. Es folgen mit großem Abstand die Arztordinationen mit insgesamt 26 % positiven Erfahrungen, auf dem dritten Platz liegt die Gesundheitshotline 1450 mit 20 %, dicht gefolgt von den Spitalsambulanzen mit 19 %. Nur 17 % der Österreicher hatten in der Krise übrigens keinen Kontakt mit einer Apotheke. Hingegen gaben 66 % der Befragten an, die Ordination ihres Hausarztes wäre in den Krisenwochen nicht oder nur mit Einschränkungen geöffnet gewesen. Die Folge: 97 % gaben im Rahmen der Befragung an, dass sie die flächendeckende Versorgung durch die Apotheken in dieser Zeit sehr schätzen. 94 % stimmten der Aussage zu, dass die Coronakrise gezeigt habe, wie wichtig es ist, eine Apotheke in der Nähe zu haben. „Mehr denn je weiß man diesen niederschwelligen, wohnortnahen Zugang zum Gesundheitssystem wieder zu schätzen“, resümiert Andreas Hoyer, Vizepräsident des Österreichischen Apothekerverbands.

Auch die Apothekerkammer unterstrich am Wochenende die Leistungen der Apotheker: „Vor allem auf dem Höhepunkt der Coronakrise hat sich die immense Wichtigkeit der heimischen Apotheken für die Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems anschaulich gezeigt. Nur durch die Rund-um-die-Uhr-Öffnungszeiten der Apotheken auch in der ‚heißen‘ Krisenperiode konnte die Bevölkerung optimal versorgt werden. Das galt auch für kranke Menschen, wenn kein Arzt erreichbar war“, betont Gerhard Kobinger, Präsidiumsmitglied der Österreichischen Apothekerkammer. Die öffentlichen Apotheken hätten nicht nur als flächendeckende Rund-um-die-Uhr-Versorgungseinrichtung fungiert, sondern in vielen Fällen auch als gesundheitliche Erstanlaufstelle sowie als kompetentes Beratungs- und Informationsmedium zu allen Fragen der Corona-Pandemie. „Es waren vor allem die Apotheken und der Lebensmittelhandel, die sich zu Beginn der Coronakrise gegen die Sorgen und die Verunsicherung der Menschen gestemmt haben und die Bevölkerung entsprechend versorgt haben. Dafür haben diese Berufsgruppen sogar ihre Gesundheit riskiert“, ergänzt Apothekerkammer-Vizepräsident Raimund Podroschko. (red)