Wechseljahre: Studie vergleicht Hormone und Pflanzen

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Die deutsche Stiftung Warentest untersuchte Hormonpräparate und pflanzliche Mittel gegen Wechselbeschwerden auf ihre Wirksamkeit.   

Insgesamt analysierte die Stiftung Warentest die Studienlage zu 57 Medikamenten, darunter rezeptpflichtige Hormonpräparate, das nicht-hormonelle Mittel Veoza sowie rezeptfreie pflanzliche Präparate. Das Ergebnis: Nur rezeptpflichtigeHormonpräparate wurden für „geeignet“ befunden. Pflanzliche Mittel wirkten deutlich schwächer als Hormonpräparate, erklärte die Stiftung. Sie wurden als „mit Einschränkung geeignet“ bewertet.  

Die Wirksamkeit der Hormonpräparate, die Östrogene und Gestagene enthalten, bei Hitzewallungen und Schweißausbrüchen sei wissenschaftlich belegt, außerdem überwiege der Nutzen insgesamt die Risiken, erklärte die Stiftung. Da aber ein erhöhtes Risiko für Thrombosen und langfristig für Brustkrebs bestehe, sollten „Ärztin und Patientin den Einsatz gut abwägen und individuelle Beschwerden sowie Vorerkrankungen berücksichtigen.“ 

Die getesteten pflanzlichen Präparate enthielten Traubensilberkerze oder Rhapontikrhabarber, wirkten schwächer und „sollten ohne ärztlichen Rat nur einige Monate verwendet werden“. Das neue Mittel Veoza helfe zwar nachweislich gegen Hitzewallungen, jedoch gebe es bisher wenig Daten zur langfristigen Sicherheit. Zudem seien Leberschäden ein seltenes Risiko, das bedacht werden solle. (APA/tab)