© BMASGPK / Roland Ferrigato Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) will um den SPNÖ-Vorsitz kandidieren. Hintergrund dürften mehrere Unstimmigkeiten in der Partei sein.
Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig will laut einem „NÖN“-Bericht offenbar beim Landesparteitag der niederösterreichischen Sozialdemokraten am 30. Mai für den Landesparteivorsitz kandidieren – und damit gegen den amtierenden SPNÖ-Chef Landesrat Sven Hergovich ins Rennen gehen. Seitens des Büros von Königsberger-Ludwig gab es am Wochenende keine Stellungnahme dazu. Hergovich hatte den Parteivorsitz nach dem Debakel der Sozialdemokraten bei der Landtagswahl Anfang 2023 als Nachfolger von Franz Schnabl übernommen. Der 37-Jährige gilt als Kritiker von Bundesparteichef Vizekanzler Andreas Babler und hat zuletzt nicht mehr für die Bundesgremien der Sozialdemokraten kandidiert. Die nächste Landtagswahl in Niederösterreich ist turnusmäßig für Anfang 2028 geplant.
Hergovich wurde während der Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP, SPÖ und NEOS für ein Ministeramt gehandelt – daraus wurde aber nichts, während seine Landesregierungskollegin Königsberger-Ludwig in die Bundespolitik wechselte und im März 2025 Gesundheitsstaatssekretärin wurde. Die 60-Jährige war von 2002 bis 2018 Nationalratsabgeordnete und wurde dann Landesrätin in Niederösterreich. In Amstetten war sie von 2000 bis 2011 Stadträtin und danach bis 2018 Vizebürgermeisterin. Von 2009 bis Herbst 2025 hatte sie den Bezirksparteivorsitz der SPÖ Amstetten inne. Für Beobachter:innen im Gesundheitswesen kommt die Entwicklung nicht überraschend – rückte Königsberger-Ludwig zuletzt doch neben Ministerin Schumann eher in den Hintergrund. (red/APA)