Wien setzt auf Gesundheitswirtschaft

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SPÖ und NEOS haben bei einer Klausur der Wiener Stadtregierung die Errichtung eines neuen Life Science Centers fixiert. Einen Schwerpunkt soll dort der Einsatz von KI bilden. 

Bei einer Klausur zu Standortfragen unter dem Motto „Starke Wirtschaft – Starkes Wien“ präsentierten SPÖ und NEOS nun Pläne für ein neues Life Science Center. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hob einmal mehr hervor, dass Wien zuletzt als einziges Bundesland ein Wirtschaftswachstum verzeichnet habe. „Wir sind der Wirtschaftsmotor in Österreich.“ Auch die Beschäftigtenzahl steige. Man wolle versuchen, das „zarte Konjunkturpflänzchen“ nicht abzuwürgen und investiere darum. Einen wichtigen Beitrag zur Positionierung der Stadt als Technologie-Hub soll ein neues Life Science Center leisten, das auf rund 14.000 Quadratmeter im Stadtteil Neu Marx im Bezirk Landstraße errichtet wird. Ein Schwerpunkt dort wird der Bereich Künstliche Intelligenz im Zusammenhang mit Gesundheitsforschung und Biotechnologie sein, hieß es. Das Zentrum wird von der Wirtschaftsagentur Wien realisiert. Investiert werden rund 170 Millionen Euro. 

Die Fertigstellung wurde von Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) für 2029 avisiert. Auch eine Mieterin gibt es bereits, wie sie ausführte. Es handelt sich um das „Aithyra“, das von der Boehringer Ingelheim Stiftung finanzierte Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz in der Biomedizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Es wird rund 7.000 Quadratmeter und damit 50 Prozent der Flächen belegen – und kann laut heutigem Stand bereits zum Start der Einrichtung einziehen. „Life Science ist tatsächlich eines der Stärkefelder der Stadt“, erläuterte Novak. 800 Unternehmen seien in der Stadt in diesem Bereich tätig. Auch alle großen globalen Player hätten hier Standorte. (red/APA)