Update Mammakarzinom 2018

Aktuelle Studien zeigen neue Trends in Bezug auf Behandlungsstrategien und -standards bei Patientinnen mit Mammakarzinom. Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr.med.univ. Rupert Bartsch fasst in den nachfolgenden Videos die wichtigsten Ergebnisse zusammen.

Spezifischer Kinaseinhibitor Alpelisib in Kombination mit Fulvestrant

40 bis 45 Prozent der Patientinnen mit hormonpositivem Mammakarzinom haben eine aktivierende PIK3CA-Mutation. Der alphaspezifische Phosphoinositid-3-Kinase-Inhibitor Alpelisib in Kombination mit Fulvestrant verlängerte in der SOLAR-1-Studie das progressionsfreie Überleben bei vorbehandelten Patientinnen, verglichen mit einer Fulvestrant-Monotherapie.

T-DM1: Neuer Standard nach neoadjuvanter Therapie

In der KATHERINE-Studie erhielten Patientinnen mit HER-2 positivem Mammakarzinom, die nach einer neoadjuvanten Therapie noch Tumorgewebe aufwiesen, entweder Trastuzumab oder Trastuzumab-Emtansin (T-DM1). T-DM1 führte zu einem längerem erkrankungsfreien Überleben, außerdem zeigte sich ein Trend hin zu einem verbesserten Gesamtüberleben.

Praxisverändernd: Immuntherapie bei triple-negativem Mammakarzinom

Patientinnen mit metastasiertem, triple-negativem Mammakarzinom wurden in der Phase-III-Studie IMpassion130 entweder mit Nab-Paclitaxel oder mit Nab-Paclitaxel und dem Immun-Checkpoint-Inhibitor Atezolizumab behandelt. PD-L1 positive Patientinnen hatten mit der Kombinationstherapie ein klinisch relevant verbessertes Gesamtüberleben um zehn Monate.