Werbeverbot für Junkfood

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In Großbritannien ist es nun nicht mehr erlaubt, tagsüber im Fernsehen für Junkfood zu werben. Online-Werbung ist gänzlich verboten. 

Fettleibig, also übergewichtig bis adipös: Das sind laut dem Londoner Gesundheitsministerium derzeit 22 Prozent der fünfjährigen Schulanfänger:innen in Großbritannien. Mit elf Jahren und beim Wechsel in eine weiterführende Schule ist bereits ein Drittel übergewichtig bis adipös. Um Übergewicht und Adipositas unter den Jüngsten einzudämmen, darf nun im britischen Fernsehen bis 21 Uhr kein Junkfood mehr beworben werden und online gar nicht mehr. 

Es sei belegt, dass Werbung das Essverhalten von Kindern beeinflusse, heißt es seitens der britischen Regierung zu dem Verbot. „Durch die Einschränkung von Werbung für Junkfood können wir die Präsenz ungesunder Lebensmittel reduzieren“, sagt Gesundheitsministerin Ashley Dalton und hofft auf entsprechende Erfolge der Maßnahme. Das Werbeverbot gilt für Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Kilokalorien, Fett, Salz und Zucker. Für welche genau, das wurde anhand eines offiziellen Bewertungssystems ermittelt. 

Mit dem Ziel, den Anteil Übergewichtiger zu reduzieren, setzten die Briten bereits mehrere Maßnahmen. Seit einigen Jahren dürfen in Supermärkten Schokoriegel und Co nicht mehr auf Augenhöhe von Kindern platziert werden. Außerdem verbat man den Märkten bei ungesunden Lebensmitteln Lockangebote á la eins plus eins gratis. Eine weitere Maßnahme war die schon 2015 eingeführte Zuckersteuer auf stark gesüßte Getränke, die die Hersteller zahlen müssen und seither den Zuckergehalt von Softdrinks senkten. (sst/APA)