Univ. Prof. Dr. Michael Micksche †   

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Der Gründervater der Krebshilfe Wien ist verstorben. Mit Michael Micksche verliert die österreichische Onkologie eine ihrer prägendsten Persönlichkeiten.   

Univ. Prof. Dr. Michael Micksche stand der Krebshilfe Wien mehr als drei Jahrzehnte als Präsident vor und machte sie zu einer zentralen Anlaufstelle für krebskranke Menschen und deren Angehörige. Daneben leitete er viele Jahre als Professor für angewandte und experimentelle Onkologie das Institut für Krebsforschung der Medizinischen Universität Wien und leistete mit seiner wissenschaftlichen Arbeit einen wesentlichen Beitrag zum Fortschritt der Krebsforschung.

„Sein Engagement für die Anliegen von krebskranken Menschen, ihre Angehörigen sowie für Prävention, Forschung und Aufklärung war außergewöhnlich und von nachhaltiger Wirkung“, würdigte die Österreichische Krebshilfe Micksche, der auch auf Bundesebene die Arbeit der Organisation prägte: Als langjähriges Präsidiums- und Vorstandsmitglied leitete er ehrenamtlich die österreichweite Arbeitsgruppe Forschung und war als wissenschaftlicher Redaktionsleiter für sämtliche Publikationen und Stellungnahmen zu krebsrelevanten Themen tätig. Seit 2021 war er zudem ein aktives ehrenamtliches Mitglied des Redaktionsteams des Österreichischen Krebsreports.

„Mit Michael Micksche verliert die Österreichische Krebshilfe einen langjährigen Wegbegleiter, engagierten Mitstreiter, international renommierten Krebsforscher und überaus erfahrenen Onkologen – und vor allem einen Freund“, betonte Krebshilfe-Präsident Paul Sevelda: „Sein Wirken, seine Menschlichkeit und seine unermüdliche Einsatzbereitschaft für Betroffene und die Krebshilfe werden unvergessen bleiben.“ „Michael Micksche hat die Krebshilfe Wien mitbegründet, sie über Jahrzehnte aufgebaut und zu einer unverzichtbaren Anlaufstelle für Krebspatient:innen und ihre Angehörigen in Wien entwickelt“, betont die amtierende Präsidentin der Krebshilfe Wien, Dr. Ursula Denison. „Sein völlig unerwarteter Tod erfüllt uns mit tiefer Betroffenheit. In seinem Sinne werden wir alles daransetzen, die vielfältigen Aufgaben der Österreichischen Krebshilfe Wien fortzusetzen und sein Lebenswerk verantwortungsvoll weiterzuführen.“ (tab)