© Geko Grafik - curto - stock.adobe.com Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Wien hat einen neuen Primar für Chirurgie: Priv.-Doz. Dr. Stefan Riss, FRCS. Der 46-Jährige ist Facharzt für Allgemeine Chirurgie und Viszeralchirurgie sowie Experte für Beckenbodenerkrankungen, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Roboterchirurgie und Darmkrebs. Er hatte bereits seit Mitte Juli 2025 die interimistische Abteilungsleitung inne. Davor war er viele Jahre an der Medizinischen Universität Wien/AKH tätig, wo er auch studierte und promovierte.
Der Ärztliche Direktor des MedAustrons, Eugen B. Hug, wurde bei der Jahrestagung der Particle Therapy Co-Operative Group North America (PTCOG-NA) mit dem „Lifetime Achievement Award“ geehrt. Der nordamerikanische Zweig des weltweiten Verbands der in der Partikeltherapie tätigen Expert:innen wurde auf Initiative von Eugen Hug 2012 gegründet, er selbst war bis 2019 ihr Präsident. Der „Lifetime Achievement Award” trägt dem jahrzehntelangen Engagement Eugen Hugs in der Ionentherapie Rechnung: Seit Anfang der 90er Jahre war er einer der Pioniere bei der Einführung und Anwendung der Partikeltherapie für verschiedenste Krebs-Indikationen in die klinische Praxis. Hug war für den Aufbau mehrerer Partikeltherapiezentren in den USA und in Europa verantwortlich und war als Professor an der Universität Zürich und der Dartmouth Medical School tätig. Auch andere MedAustron-Mitarbeiter:innen wurden prämiert: Der wissenschaftliche Direktor und Direktor für Kohlenstoffionentherapie Piero Fossati, die Radioonkologin Yvonne Goy und der Medizinphysiker Patrick Scharpf-Roisl erhielten den „Michael Goitein Award“ der PTCOG.
In Salzburg wurde das bundesweit erste Konzept für die flächendeckende Versorgung von Patient:innen mit postakuten Infektionssyndromen (PAIS) wie Long Covid oder ME/CFS präsentiert. Erste Ansprechpersonen bleiben die Hausärzt:innen und Primärversorgungszentren. Für die weiterführende Diagnostik wird am Tauernklinikum Zell am See eine Anlaufstelle unter der Leitung des Chefs der Inneren Medizin, René Wenzel, eingerichtet. Für besonders schwere chronische Fälle ist eine Spezialversorgung vorgesehen, die eng mit stationären Einrichtungen in ganz Österreich vernetzt ist. Zudem soll Telemedizin Teil des Konzeptes sein. Finanziert wird das Projekt vom Land Salzburg und der ÖGK.
Unter dem Titel „Körper. Macht. Medizin. Feministische Perspektiven auf Gesundheit“ fand am Montag das 12. Barbara-Prammer-Symposium im Parlament statt. Expertinnen aus Politik, Wissenschaft, Medizin und Zivilgesellschaft diskutierten über Frauengesundheit, gendersensible Medizin und Machtverhältnisse im Gesundheitssystem. In Panels und Keynotes wurde aufgezeigt, wie geschlechtsspezifische Ungleichheiten in medizinischer Forschung, Versorgung und Gesundheitspolitik entstehen und wie bestehende Strukturen verändert werden können. Zu den Vortragenden zählten unter anderem Bettina Pfleiderer, Professorin an der Universität Münster und ehemalige Präsidentin des Weltärztinnenbundes, sowie Mirijam Hall, Gynäkologin und Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung. (tab/sst/Agenturen)