© Geko Grafik - curto - stock.adobe.com Mit Jahresbeginn hat Alice Assinger die Leitung des Ludwig Boltzmann Instituts (LBI) für Kardiovaskuläre Forschung übernommen. Die 44-Jährige folgt Johann Wojta nach, der das Institut über 16 Jahre hinweg geleitet hat. Assinger studierte Ernährungswissenschaften sowie Mikrobiologie und Genetik und promovierte in Ernährungswissenschaften an der Universität Wien. Anschließend war sie als Postdoktorandin an der MedUni Wien tätig, bevor sie ihre Forschung am Karolinska Institut in Stockholm fortsetzte. Zurück in Wien gründete die gebürtige Kärntnerin eine Forschungsgruppe, die sich mit der Interaktion von Thrombozyten und Immunsystem befasst. Neben ihrer neuen Funktion als LBI-Leiterin ist Alice Assinger seit 2023 Professorin für Kardiovaskuläre Medizin an der MedUni Wien.
Ein Jahr lang hatte sich Herzchirurg Bernhard Winkler von der Klinik Floridsdorf in Wien auf diese Österreich-Premiere vorbereitet, jetzt war es so weit: Erstmals wurde hierzulande bei einer herzchirurgischen Operation ein Da-Vinci-Roboter der neuen Generation verwendet. Bei der Roboter-OP wurde ein Bypass gesetzt. Anders als nach herkömmlichen Bypass-Operationen, die bei geöffnetem Brustkorb durchgeführt werden, konnte der Patient schon wenige Tage nach dem Eingriff die Klinik verlassen. Er habe nicht einmal Schmerzmedikamente benötigt, erklärt Chirurg Winkler, der für die Handhabung des Roboters Ausbildungen in New York, Belgien und England absolvierte und sichgemeinsam mit seinem Team intensiv auf die OP –Technik vorbereitete.
Österreich hat aktuell den WHO-Eliminationsstatus für Masern verloren. Aufgrund der großen Zahl von Masernfällen im Jahr 2024 wurde der Status der Viruserkrankung von „eliminiert“ auf „wieder etabliert“ geändert. Insgesamt 542 Masernfälle waren 2024 laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) im heimischen Meldesystem erfasst worden. 120 Personen davon landeten im Spital, vier auf einer Intensivstation. Im Jahr 2025 ging die Zahl der heimischen Masernfälle auf 152 zurück, seit 1. Jänner 2026 wurden zwei Masernerkrankungen erfasst. Angesichts dieser Zahlen forderte die Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien einen rascheren Zugang zum kostenlosen Impfprogramm durch Bereitstellung der Impfstoffe direkt in den Ordinationen sowie die Honorierung von Impfberatung als Kassenleistung.
Seit Montag wird die klinisch-psychologische Behandlung als vollfinanzierte Kassenleistung angeboten. Bis 2029 stehen jährlich 120.700 kostenlose klinisch-psychologische Behandlungseinheiten zur Verfügung. Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) stellte dazu eine neue Serviceplattform unter dem Titel „psyhelp“ vor, über die ab sofort Kassenplätze vermittelt werden. Versicherte von ÖGK, SVS und BVAEB werden nach einem sogenannten „Clearing“ mit verfügbarenBehandler:innen zusammengebracht. Die Vermittlung erfolgt nach Kriterien wie Schweregrad der Erkrankung, Wohnortnähe, Behandlungssprache oder barrierefreier Zugang. Die ersten zehn Einheiten der Therapie sind bewilligungsfrei. https://psyhelp.at (tab/sst/Agenturen)