Mehr Lungenembolien bei bestimmten Luftqualitäten

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Je stärker die Luft verschmutzt ist und je höher der Luftdruck ist, desto mehr Lungenembolien treten auf: Das zeigt nun eine Studie der Medizinischen Universität Wien. 

Anhand der Daten von 969 Patient:innen untersuchte ein Team von Forscher:innen an der Klinischen Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie der Universitätsklinik für Innere Medizin I der Medizinischen Universität Wien und des AKH Wien den Einfluss von Luftqualitäten auf das Risiko für Lungenembolien. Nun liegt die Studie dazu vor. 

„Die Studiendaten deuten darauf hin, dass kurzfristige Anstiege von Feinstaub und Luftdruck mit mehr Lungenembolien einhergehen, und das besonders bei Patient:innen ohne klassische Risikofaktoren für eine Lungenembolie“, erklärt Studienerstautor Stephan Nopp und ergänzt: „Das unterstreicht, dass Umweltbelastungen als potenzielle Auslöser für Lungenembolien mitgedacht werden sollten.“ Auf die Schwere von Lungenembolien haben die Luftqualitäten der Studie zufolge keinen Einfluss. 

Bisher waren Immobilisation, Krebserkrankungen oder zurückliegende Operationen als hauptsächliche Risikofaktoren für Lungenembolien betrachtet worden. Um die Ursache-Wirkung-Beziehung besser darstellen zu können, sollten laut dem Forscherteam weitere Studien zum Zusammenhang zwischen Luftqualitäten und Lungenembolien durchgeführt werden. Dies am besten mit Patient:innen aus unterschiedlichen Klimaregionen. (sst/APA)