Hintergründe, Gerüchte und Karriere-News

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Patientenmilliarde unter der Lupe 

Ein neues Buch aus dem ÖGB-Verlag nimmt eines der folgenreichsten sozialpolitischen Projekte der Regierung Schwarz-Blau II kritisch unter die Lupe. „Der Coup. Wie die Arbeitgeberseite die Sozialversicherung kaperte“ wurde am 2. März in Wien präsentiert und zeigt die Machtverschiebung innerhalb der Sozialversicherung durch die Reform 2018 auf. Die Autorinnen Claudia Neumayer-Stickler und Julia Stroj (beide ÖGB) analysieren die Reform faktenbasiert und rekonstruieren die Auswirkungen auf Mitbestimmung, Selbstverwaltung und Gesundheitsversorgung anhand aktueller Zahlen.  

Neuer Geschäftsführer für Wiener Spital 

Seit 1. März hat das St. Anna Kinderspital in Wien einen neuen Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor: Herbert Volkmann, der zuletzt und ab 2019 als kaufmännischer Direktor des Herz-Jesu-Krankenhauses in Wien tätig war. „Als Geschäftsführer sehe ich mein Ziel darin, mit strategischem Weitblick jene Rahmenbedingungen zu schaffen, die es unserem Team ermöglichen, medizinische Spitzenleistungen nachhaltig zu erbringen und jederzeit bereit für zukünftige Innovationen und strukturelle Entwicklungen zu sein”, sagte Volkmann zu seinem Amtsantritt. Er leitet das Spital, in dem 550 Mitarbeiter:innen jährlich mehr als 22.000 Patient:innen stationär und 50.000 ambulant betreuen, gemeinsam mit der Ärztlichen Direktorin Caroline Hutter und der Pflegedirektorin Susanne Wieczorek. 

AUVA-Traumazentrum wird reduziert  

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) setzt den nächsten Schritt zur Modernisierung des Traumazentrums Wien am Standort Brigittenau. Laut Beschluss des Verwaltungsrats werden Teile des Bestandsgebäudes abgetragen, die seit Längerem nicht mehr genutzt werden können. „Wir trennen uns von leerstehenden Flächen, die den operativen Betrieb nicht mehr unterstützen, aber weiterhin hohe Erhaltungs- und Infrastrukturkosten verursachen. Dieser Schritt ist wirtschaftlich vernünftig und macht im wahrsten Sinne des Wortes Platz für die Zukunft unseres Standortes“, sagt AUVA-Landesstellendirektorin Angela Hodits. Der Rückbau der ungenutzten Altbauteile erfolgt bis Mitte 2028. Am medizinischen Leistungsangebot des Standortes ändert sich nichts.  

Osteopath:innen-Treffen in Salzburg  

Die Österreichische Gesellschaft für Osteopathie (OEGO) war am 6. und 7. März Gastgeberin der internationalen Spring Conference von Osteopathy Europe. Internationale Expert:innen aus 25 europäischen Ländern sowie Kanada, Brasilien und Israel diskutierten in Salzburg über wissenschaftliche Entwicklungen der Osteopathie und die Bedeutung gesetzlicher Regulierung für mehr Patientensicherheit. Allein in Österreich führen rund 2.000 Osteopathinnen wöchentlich etwa 30.000 Behandlungen durch, dennoch fehlt bislang ein klarer rechtlicher Rahmen für Ausbildung, Berufsbezeichnung und Qualitätssicherung. Ein Ziel der Konferenz war es daher, die Osteopathie durch eine gesetzliche Anerkennung, verbindliche Ausbildungsstandards und einen geschützten Berufstitel aus der rechtlichen Grauzone zu führen. (sst/tab/Agenturen)