Zoll beschlagnahmte 392.118 Arzneimittel

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Bei insgesamt 633.466 Kontrollen beschlagnahmten Österreichs Zollbehörden im Vorjahr 392.118 Arzneimittel und damit etwas mehr als 2024. 

Potenzmittel, Abnehmpräparate, fruchtbarkeitsfördernde Produkte, schmerz- und entzündungshemmende Medikamente, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen, gegen Verdauungsprobleme sowie Anabolika und Dopingmittel: Die Palette der von Österreichs Zoll beschlagnahmten Arzneimittel ist breit. Mit 392.118 Stück davon war die Zahl 2025 etwas höher als 2024, wo 378.109 Mittel sichergestellt wurden, aber deutlich kleiner als noch im Jahr 2023, wo es zu 801.863 Beschlagnahmungen von illegalen, gefälschten und verfälschten Produkten kam. 

Zu den besonderen Beschlagnahmungen des Vorjahres zählen die Sicherstellung von 24.936 Potenzpillen, die sich am Flughafen Wien in zwei Reisetaschen aus Dheli fanden, sowie von zwei Paketen mit Dopingmitteln in Pulverform in einem Postverteilzentrum in Wien, teilte Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) zu Wochenbeginn mit. 

Die Mittel werden im Anschluss an die Sicherstellung vernichtet. Der Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs (PHARMIG) weist immer wieder darauf hin, dass die illegalen Produkte von minderer Qualität sind, Substanzen in falscher Dosierung enthalten und da sie auch oft mit Schadstoffen verunreinigt sind, eine potenziell gesundheitsgefährdende Bedrohung darstellen. (sst/APA)