Trifft Wirtschaftskrise jetzt Pharmabranche?

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Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion zu Jahresbeginn überraschend gedrosselt. Erstmals trifft das seit längerem auch die Pharmabranche. Der Iran-Krieg beschleunigt Engpässe. 

Industrie, Bau und Energieversorger stellten im Jänner zusammen 0,5 Prozent weniger her als im Vormonat, teilte das deutsche Statistische Bundesamt mit. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten dagegen mit einem Wachstum von 1,0 Prozent gerechnet. Das deutsche Wirtschaftsministerium befürchtet infolge des Iran-Kriegs weitere Rückschläge. Die Industrie allein stellte im Jänner 2,5 Prozent weniger her als im Vormonat. Deutliche Rückgänge gab es auch in der Pharmaindustrie (-11,9 Prozent). 

Wegen des Nahost-Kriegs sieht die deutsche Chemieindustrie Anzeichen für ernste Störungen in den Lieferketten. „Unsere Unternehmen berichten von Signalen für erste extreme Engpässe und dem Abbrechen von Lieferketten“, erklärte der Hauptgeschäftsführer des deutschen Branchenverbands VCI, Wolfgang Große Entrup. Diese gingen über die Öl- und Gasversorgung hinaus. (red/AG)