Starkes Wachstum bei Boehringer Ingelheim

© Boehringer-Ingelheim/APA/Hörmandinger

Eines der größten Pharmaunternehmen in Österreich, Boehringer Ingelheim RCV, hat für 2025 Bilanz gelegt. Und man kündigt an, gleich mehrere neue Medikamente in der Pipeline zu haben. 

Vor allem im Bereich der Onkologie habe Boehringer Ingelheim RCV 2025 eine „starke Innovationskraft“ gezeigt, sagte der Generaldirektor des Pharmaunternehmens Pavol Dobrocky zu Wochenmitte beim Jahres-Pressegespräch. Am Standort in Wien befindet sich das größte Krebsforschungszentrum des deutschen Konzerns. Gleich acht neue Wirkstoffe für Medikamente gegen Lungenkrebs, Brustkrebs und Darmkrebs wurden laut Mark Petronczki, Head of OncologyResearch, in dem Zentrum entwickelt und werden noch dieses Jahr und in den kommenden Jahren klinisch erforscht. Dies unter anderem im neuen, von Boehringer Ingelheim mitfinanzierten Christian Doppler Labor am Campus der Medizinischen Universität Graz. Ebenfalls in Entwicklung sind Mittel gegen Adipositas und gegen die nicht-alkoholische Fettleber. 

Bei Boehringer Ingelheim RCV, das für „Regional Center Vienna“ steht, freut man sich auch über gute Erlöse, die im Vorjahr auf den 34 Märkten in Mittel- und Osteuropa sowie in Zentralasien, Israel und der Schweiz gemacht wurden, die von Wien aus verantwortet werden. Mit insgesamt 5377 Mitarbeiter:innen erreichte man, dass die Erlöse aus den Geschäftsbereichen „Humanpharma“ und „Tiergesundheit“ um zusammengenommen 8,6 Prozent auf 1,588 Milliarden Euro stiegen. Um 7,8 Prozent auf 1,346 Milliarden Euro wuchsen die Erlöse im Bereich Humanpharma. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Erfolge mit einem Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, chronischer Herzinsuffizienz und chronischer Nierenkrankheit zurückzuführen. Einen deutlichen Zuwachs gab es auch beim Verkauf eines Mittels, das bei Schlaganfällen gegeben wird, sowie einer Arznei gegen chronisch-fibrosierende Lungenerkrankungen.  

Im Bereich Tiergesundheit stiegen die Erlöse um 13,2 Prozent auf 2,423 Millionen Euro. Das lag laut Generaldirektor Dobrocky am guten Verkauf von Mitteln, die Rinder, Schweine und Kleintiere vor Seuchen, der Tollwut und der Vogelgrippe schützen. Gute Umsätze machte man aber auch mit Antiparasitika für Hunde und Katzen. Was den Ausblick auf die nächsten Jahre anbelangt, sagte Dobrocky: „Wir haben eine stabile Umsatzentwicklung hinter uns, und da wir gut aufgestellt sind, erwarten wir uns trotz der herausfordernden makroökonomischen Einflüsse auch für die Zukunft eine solche.“ (sst/APA)