© kite_rin - stock.adobe.com Long Covid-Patient:innen müssten besser behandelt werden, kritisiert die OECD. Passiert dies nicht, würden die Kosten der Gesundheitssysteme weiter steigen.
Rund ein Prozent der Bevölkerung wird in den nächsten Jahren von Long Covid betroffen sein. Die Krankheit verursacht nicht nur viel Leid für die Patient:innen, sondern auch hohe Kosten. Diese könnten in den Jahren von 2025 bis 2035 den Umfang von 0,1 bis 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen, warnt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Das entspricht in Österreich Beträgen von 513 Millionen bis zu einer Milliarde Euro.Die Kosten ergeben sich durch krankheitsbedingte Fehlzeiten, Behandlungen chronischer Folgeerkrankungen, für die Betroffene anfällig sind, und dadurch, dass etliche verfrüht aus dem Berufsleben ausscheiden müssen.
Vor allem Letzteres müsste nicht sein, wenn Long Covid-Patient:innen besser diagnostiziert und durch eine bessere Organisation der Gesundheitsversorgung auch besser behandelt würden, heißt es seitens der OECD. Klinische Leitlinien seien erforderlich und auch eine entsprechende Fortbildung des medizinischen Fachpersonals. Am weitesten fortgeschritten seien diesbezüglich noch Deutschland und die Niederlande. Alle übrigen 36 Mitgliedsstaaten hätten nicht einmal eine Long Covid-Strategie, rügte die OECD nun ihre Mitglieder. (sst/APA)