Ordensspitäler setzen auf ambulanten Sektor

© Wiener Ordensspitäler/APA/Madzigon

Die sieben Wiener Ordensspitäler präsentierten ihre Bilanz für 2025. Sie sehen sich als unverzichtbaren Teil der städtischen Gesundheitsversorgung. Und wollen den ambulanten Bereich ausbauen. 

Rund 480.000 medizinisch versorgte Patient:innen, davon 120.300 stationär, 360.000 ambulant: Das sind die patient:innenbezogenen Leistungskennzahlen der sieben Wiener Ordensspitäler aus 2025. „Damit haben wir im Vorjahr zirka drei von zehn Patient:innen versorgt, die generell in Wiener Spitälern versorgt wurden“, sagte dazu bei der Präsentation der Zahlen der Sprecher der Ordensspitäler Heinrich Resch. Auch weitere Zahlen würden zeigen, dass die Ordensspitäler „ein unverzichtbarer Teil der städtischen Gesundheitsversorgung“ seien: So wurden im vergangenen Jahr stationär fast 59.000 Operationen durchgeführt und 11.600 Akut-Rettungszufahrten gezählt. 

Da die Zahlen der ambulanten Behandlungen steigen, habe man den ambulanten Bereich aufgestockt und den stationären Bereich geschrumpft, erklärte der kaufmännische Direktor des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder David Pötz. Auch sei die stationäre Aufenthaltsdauer nach chirurgischen Eingriffen in den vergangenen Jahren von durchschnittlich sieben auf vier gesenkt worden. Die Maßnahmen wären durch medizinische Fortschritte möglich geworden, wie den vermehrten Einsatz der Roboterchirurgie.  

Zu den sieben Ordensspitälern in Wien zählen das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, das Franziskus Spital und die Spitäler der Vinzenz Kliniken, also das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern, das Göttlicher Heiland Krankenhaus, das Herz-Jesu Krankenhaus, das Orthopädische Spital Speising und das St. Josef Krankenhaus. Für 2025 erhielten die Spitäler, die mit 31. Dezember 2025 insgesamt 5500 Personen beschäftigten, von der Stadt Wien eine Förderung in der Höhe von 160 Millionen Euro. Für 2026 wurde eine Förderung von 174 Millionen Euro genehmigt. Die Beschlüsse dafür fielen einstimmig, was Resch, Pötz sowie Günter Pacher, der kaufmännische Direktor des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder und Martin Steiner, Geschäftsführer im Franziskus Spital, die ebenfalls bei der Präsentation dabei waren, unisono schätzten. (sst)