© Pcess609 -stock.adobe.com Der private Gesundheitsmarkt wächst angesichts der Spardebatten im öffentlichen Bereich. Nach Marktführer Uniqa meldet auch die Wiener Städtische deutliche Zuwächse.
Die Wiener Städtische Versicherung setzte nach eigenen Angaben ihren stabilen Wachstumskurs auch 2025 fort. In einem von wirtschaftlichen Unsicherheiten und geopolitischen Spannungen geprägten Umfeld erhöhten sich die Gesamtprämien um 4,7 Prozent auf rund 3,8 Milliarden Euro, sagt Ralph Müller, Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung. In der Schaden-/Unfallversicherung nahmen die Prämien um 4 Prozent auf 1,93 Milliarden Euro zu. Noch stärker war das Plus in der Krankenversicherung, die sich damit weiterhin sehr dynamisch entwickelte. Die Prämien stiegen um 8,6 Prozent auf insgesamt 589 Millionen Euro. Deutlich zulegen konnte auch die Lebensversicherung, die sich mit einem Plus von 4,1 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro positiv von der allgemeinen Entwicklung am Markt abheben konnte.
„Immer mehr Menschen wird bewusst, dass sie sich allein auf das staatliche System nicht mehr verlassen wollen und sorgen vermehrt privat vor“, so der Wiener-Städtische-Generaldirektor. Insgesamt zahlte die Wiener Städtische im Geschäftsjahr 2025 rund 3,2 Milliarden Euro an Leistungen an ihre Kunden aus – das entspricht 12,7 Millionen Euro pro Arbeitstag. Deutliche Steigerungen gab es vor allem in der Krankenversicherung, wo die Leistungen um 6,2 Prozent zulegten. Der Grund sind höhere Krankenhauskosten und eine erhöhte Inanspruchnahme medizinischer Leistungen bei Wahlärzt:innen. (red)