Pläne gegen illegale Medikamente  

Markus Marterbauer © BKA/Brauneis

Der Finanzausschuss des Nationalrates diskutierte über die Bekämpfung von Produktpiraterie. Helfen soll dem Zoll künftig ein neues KI-Tool. 

Illegale Medikamente, also solche, die entweder geschmuggelt werden oder entgegen dem Verbot des Arzneiwareneinfuhrgesetzes von Privatpersonen bestellt und eingeführt werden, boomen. 2025 beschlagnahmte der heimische Zoll fast 400.000 illegale Medikamente. Damit nehme Österreich eine führende Rolle bei der Bekämpfung von Produktpiraterie ein, heißt es seitens des Finanzministers Markus Marterbauer (SPÖ).

„Österreich nimmt damit eine führende Rolle bei der Bekämpfung von Produktpiraterie ein“, sagt er bei der Präsentation der Zahl im Finanzausschuss des Bundes und kündigte weitere Verbesserungen durch den Einsatz eines KI-Tools ein. Das Tool befinde sich bereits im Testbetrieb und solle noch dieses Jahr eingesetzt werden. Im Vergleich zum Jahr 2024 sind die Aufgriffe im Vorjahr um 50 Prozent zurückgegangen. Dies führte Marterbauer unter anderem auf die gute Kooperation der Zollbehörden mit der österreichischen Post zurück, die im Vorfeld verdächtige Pakete herausfiltere. (sst)