© spyrakot – stock.adobe.com Eine US-Studie hat bei rund 10.000 Frauen untersucht, wie eine vorzeitige Menopause bei Frauen auf die Häufigkeit koronarer Herzkrankheit auswirkt.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen dem vorzeitigen Einsetzen der natürlichen Menopause und dem lebenslangen Risiko einer koronaren Herzkrankheit? Diese Forschungsfrage stand im Fokus einer neuen Studie der Northwestern University Feinberg School of Medicine (Chicago/USA). Um sie zu klären, analysierten die Forschenden die Gesundheitsregisterdaten und persönlichen Angaben – hier besonders die ethnische Herkunft – von 6.514 weißen und 3.522 Frauen afroamerikanischer Herkunft aus sechs amerikanischen Epidemiologieuntersuchungen. Zu Beginn hatte keine von ihnen eine koronare Herzerkrankung. Als vorzeitige Menopause wurde das Ausbleiben des Menstruationszyklus im Alter unter 40 Jahren definiert.
Das Ergebnis: Vorzeitige Menopause war im Vergleich zu späterer Menopause sowohl bei schwarzen als auch bei weißen Frauen mit einem insgesamt rund 40 Prozent höheren Risiko für eine koronare Herzkrankheit verbunden. Hier gab es mit plus 41 Prozent bzw. plus 39 Prozent de facto keinen Unterschied nach ethnischer Zugehörigkeit. Allerdings kam es bei Probandinnen afroamerikanischer Herkunft wesentlich häufiger zu vorzeitiger Menopause. Sie erkrankten auch im Mittel fast ein Jahr früher an einer Erkrankung der Herzkranzgefäße. „Dies deutet darauf hin, dass ein vorzeitiger Beginn der Menopause ein wichtiger Risikofaktor für das Lebenszeitrisiko ist und routinemäßig in der klinischen Praxis untersucht werden sollte, um gegebenenfalls präventive Maßnahmen zu intensivieren“, schrieben die Forschenden. (APA/tab)
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