v.l.: Viola Ghavidel (Leitung psyhelp) BÖP-Präsidentin Beate Wimmer-Puchinger, Gesundheitsministerin Korinna Schumann, ÖGK-Obmann Andreas Huss. © BMASGPK / Habermann Seit Jänner 2026 gibt es die Serviceplattform psyhelp.at, die bei psychischen Problemen Kassenbehandlungen vermittelt. Die neue Hilfe von klinischen Psycholog:innen wird gut angenommen.
Rund 6500 Menschen mit psychischen Problemen haben bisher die Hilfe der Serviceplattform psyhelp.at beansprucht: Die neue Vermittlung von vollfinanzierten Kassenbehandlungen bei klinischen Psycholog:innen. Das zeigte die erste Bilanz seit Inbetriebnahme von psyhelp.at im Jänner 2026. Sie zeigte auch, dass inzwischen rund 2000 Behandlungsplätze bei den 700 der insgesamt 12.000 Psycholog:innen Österreichs vergeben wurden, die für die Plattform akkreditiert sind.
Die Plattform wurde vom Berufsverband der Österreichischen Psycholog:innen (BÖP) in Zusammenarbeit mit den Sozialversicherungsträgern gegründet. „Das Ziel ist, Menschen mit psychischen Problemen so schnell wie möglich und wohnortnah psychologische Hilfe zu vermitteln“, sagt BÖP-Präsidentin Beate Wimmer-Puchinger.
Laut BÖP wird das Angebot großteils von Menschen im Alter von 20 bis 60 Jahren in Anspruch genommen, 65 Prozent davon sind Frauen. Fast alle, die sich an psyhelp.at wenden, tun das über ein Online-Formular, manche auch per E-Mail oder über das Telefon. Die Hilfesuchenden werden zunächst zu Untersuchungen bei Allgemeinmediziner:innen, Neurolog:innen oder Psychiater:innen angeleitet, um festzustellen, ob es körperliche Ursachen für die psychischen Probleme gibt. Wurden diese ausgeschlossen, können Betroffene aus drei Vorschlägen einen Kassenbehandlungsplatz bei klinischen Psycholog:innen wählen. Bis 2029 stehen jährlich 120.700 Behandlungseinheiten zur Verfügung. Pro Person sind zehn Behandlungseinheiten möglich, bei Bedarf aber auch weitere. (sst/APA)