Takeda: Nicht nur Kürzungen geplant

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Der Pharma-Riese Takeda streicht offenbar nicht nur Jobs in Wien, sondern plant auch eine Verlagerung von Jobs aus Italien in die Bundeshauptstadt. In Italien regt sich Widerstand. 

Nach einem Chefwechsel kündigt sich bei Takeda ein umfangreicher Umbau an. Wie berichtet soll es in Wien Kündigungen im Bereich Forschung und Entwicklung von Biologika geben. Hintergrund des Stellenabbaus sind strategische Überlegungen im Zuge eines Führungswechsels. Beim japanischen Konzern hat im Juni die Managerin Julie Kim den Vorstandsposten übernommen. Ihr Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und das langfristige Wachstumsprofil zu verbessern. „Im Rahmen dieser Transformation überprüft das Unternehmen seine Prozesse und Organisationsstruktur, um sicherzustellen, dass es für das heutige Umfeld und die Zukunft gut aufgestellt ist“, erklärte Takeda. Der Fokus liege dabei auf der Standardisierung und Vereinfachung von Arbeitsweisen, um Ressourceneffektiver einzusetzen. 

Takeda beschäftigt in Österreich mehr als 4.000 Mitarbeitende, das Unternehmen betont jedoch, dass Österreich weiterhin ein wichtiger Standort bleibe. Tatsächlich dürfte es auch Verlagerungen aus Italien nach Wien geben. Die stärkste italienische Gewerkschaft CGIL hat jedenfalls einen Streik gegen die geplante Verlagerung von Teilen der Produktion von Pisa nach Wien angekündigt. Nach Angaben der Gewerkschaft sollen im Zuge der Verlagerung 67 Leiharbeitskräfte ihre Beschäftigung verlieren. Für Montag kündigte die CGIL einen ersten Streiktag mit achtstündigen Arbeitsniederlegungen in allen Schichten sowie einer Kundgebung vor dem Werk an. 

Der CGIL-Verband forderte das Unternehmen auf, die Verlagerung von Produktionsaktivitäten nach Wien zu stoppen. Die Entscheidung werde den Standort in der italienischen Region Toskana schwächen und könne langfristig schwerwiegende Folgen für die gesamte Belegschaft haben, erklärte die Gewerkschaft am Donnerstag. Zudem verlangt der Gewerkschaftsverband die Rücknahme der Kündigungen sowie die Aufnahme von Verhandlungen über mögliche Alternativen. (red/APA)