© bluebeat76 – stock.adobe.com Deutschsprachige Ärzteorganisationen betonten bei einem Treffen, dass die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels eine der zentralen Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung der Zukunft darstellen.
Die Vertreter:innen der deutschsprachigen Ärzteorganisationen, die im Rahmen der 71. Konsultativtagung im bayerischen Bad Gögging zusammenkamen, sehen in den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels eine der zentralen Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung der Zukunft. Die aktuellen Extremhitzeereignisse und die jüngst veröffentlichten Daten zu tausenden hitzebedingten Todesfällen verdeutlichen, dass die Auswirkungen des Klimawandels längst im medizinischen Alltag angekommen sind.
Die deutschsprachigen Ärzteorganisationen berichten von dramatischen gesundheitlichen Belastungen durch extreme Hitze und weitere klimabedingte Veränderungen. Besonders betroffen sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder und andere Risikogruppen. Die Ärzteorganisationen fordern, dass die Gesundheitssysteme jetzt konsequent auf diese Entwicklungen vorbereitet und klimaresilient gemacht werden müssen. Dazu gehören wirksame Hitzeschutzmaßnahmen für Patient:innen ebenso wie für die Beschäftigten im Gesundheitswesen sowie eine bessere Vorbereitung auf klimabedingte Gesundheitsrisiken. Von besonderer Bedeutung sei es auch, die Gesundheitskompetenz und die Eigenverantwortung der Bevölkerung mit Blick auf hitzebedingte Gesundheitsgefahren zu stärken.
Ziel müsse sein, die Gesundheitsversorgung krisenresilienter zu machen und die Patientensicherheit auch unter den Bedingungen des Klimawandels dauerhaft zu gewährleisten. Die deutschsprachigen Ärzteorganisationen appellieren an die politisch Verantwortlichen die notwendigen strukturellen, personellen und finanziellen Voraussetzungen unverzüglich zu schaffen. Insbesondere sind gezielte Investitionen in klimaresiliente Gesundheitseinrichtungen und wirksame Hitzeschutzmaßnahmen erforderlich. (red)