Hintergründe, Gerüchte und Karriere-News

© Geko Grafik - curto - stock.adobe.com

Neue Professur für Gerontologie 

Der Leiter der Akademie für Altersforschung am Haus der Barmherzigkeit Thomas E. Dorner übernahm mit Juli zusätzlich die neue Professur für Gerontologie der Medizinischen Universität Wien. Angesiedelt ist die Professur am Zentrum für Public Health der MedUni Wien. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Haus der Barmherzigkeit und soll die Forschung und Lehre zu den Herausforderungen der alternden Gesellschaft stärken. Im Fokus stehen dabei das gesunde Altern sowie Fragen der Gesundheitsförderung, Prävention und Versorgung älterer Menschen.

Renommierte Gesundheitsjournalistin verstorben 

Der Mensch stand immer im Mittelpunkt der Geschichten, die Claudia Richter, die frühere Leiterin des Gesundheitsressorts der Tageszeitung „Die Presse“, schrieb. Stets erklärte sie fundiert und verständlich, was ein Leiden für Patient:innen bedeutete, wie Ärzt:innen die Situation einschätzten, und den Stand der wissenschaftlichen Forschung. Wie sehr ihre journalistische Arbeit geschätzt wurde, zeigen zahlreiche Auszeichnungen, die sie dafür bekam. Nun ist die gebürtige Villacherin, die im Ruhestand weiter freiberuflich für das Gesundheitsressort der Presse arbeitete, nach kurzem schwerem Leiden im 74. Lebensjahr gestorben.

Pollenservice warnt vor Beifuß und Ragweed 

Mit der jetzigen Blüte von Beifuß und Ragweed trete die diesjährige Pollensaison in ihre letzte Phase ein, teilen der Pollenservice Wien der MedUni Wien sowie der Pollenwarndienst Salzburg mit. Das war die gute Nachricht. Die schlechte: Beide Organisationen warnen Allergiker:innen vor der Blüte der beiden Pflanzen, da die Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen die Pollen in Stress versetzt hätten, was sie allergener macht. Die Beifußallergie ist nach den Allergien auf Gräser und die Birke die dritthäufigste, zwischen der Beifuß- und der Ragweed-Allergie gibt es Kreuzreaktionen.

App für Herzinfarkt-Nachsorge 

Im Rahmen des grenzüberschreitenden Interreg-Projekts „Tele Alpine“ entwickelt die Medizinische Universität Innsbruck gemeinsam mit dem Herzzentrum der Klinik Füssen und dem Universitätsklinikum Augsburg (beide in Bayern) eine personalisierte App für die Herzinfarkt-Nachsorge. Maßgeblich für die Umsetzung verantwortlich ist der Kardiologe Sebastian Reinstadler von der MedUni Innsbruck. In der App sollen Risikofaktoren erfasst und Betroffene digital sowie telemedizinisch begleitet werden. 2027 wird an allen drei an der Entwicklung beteiligten Einrichtungen eine klinische Studie starten, in der die klassische Standardversorgung mit zwei Formen der digitalen Begleitung verglichen wird: Eine Gruppe an Studienteilnehmer:innen erhält nur die Standardversorgung, eine zweite nur die App, eine dritte die App mit telemedizinischer Betreuung. (sst/Agenturen)