Neue Herz-Allianz fordert Präventionsoffensive 

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Österreich tue zu wenig für die Gesundheitsvorsorge, meint eine Allianz aus medizinischen Fachgesellschaften. Sie fordert nun eine Präventionsoffensive. 

Gleich vier führende medizinische Fachgesellschaften, die Österreichische Kardiologische Gesellschaft (ÖKG), die Österreichische Gesellschaft für Nephrologie (ÖGN), die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG) und die Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin (ÖGIM), schlossen sich zur „Safe Hearts Allianz“ zusammen. Weil Österreich nach Meinung dieser Allianz zu wenig für die Gesundheitsvorsorge tue, vor allem für die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, forderte sie am Montag in einem Manifest eine entsprechende Präventionsoffensive.  

Nach Ansicht der Allianz verfügt Österreich zwar über ein leistungsfähiges Gesundheitssystem, schöpft das Potenzial der Prävention jedoch bei weitem nicht aus. Während die medizinische Versorgung im Krankheitsfall international gut abschneidet, bestehen insbesondere bei der Vermeidung von Erkrankungen und der frühzeitigen Risikoerkennung erhebliche Defizite. „Österreich braucht einen Paradigmenwechsel: Weg von einer vorwiegend reparativen Medizin hin zu einer Gesundheitsvorsorge, die sich konsequent an wissenschaftlicher Evidenz orientiert“, betonen die Vertreterinnen und Vertreter der Safe Hearts Allianz. 

Besonders dringenden Handlungsbedarf sieht die Safe Hearts Allianz bei der Vorsorgeuntersuchung. Diese bilde besonders für das kardio-renal-metabolische Risiko den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand nicht mehr ausreichend ab. Daher werde man binnen der nächsten drei Monate eine Empfehlung für die Weiterentwicklung der Vorsorgeuntersuchung mit Fokus auf dieses Risiko erstellen und auch einen methodischen Leitfaden für die regelmäßige wissenschaftliche Evaluierung und Aktualisierung der Vorsorgeuntersuchung entwerfen. (sst/APA)