Wieder Forderung nach mehr Herpes-Zoster-Impfstoff

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Die Wiener Ärztekammer bemängelt neuerlich Schwierigkeiten bei der Bestellung des Vakzins für die Ordinationen. Das Gesundheitsministerium weist die Kritik zurück. 

Seit November vorigen Jahres ist die Gürtelrose-Impfung für Über-60-Jährige kostenlos, und noch länger, bald ein Jahr lang, kritisiert die Kammer für Ärzt:innen in Wien (WÄK) den Vorgang des Bestellens des Vakzins für die Ordinationen. „Der versprochene Gratis-Impfstoff ist nicht verlässlich verfügbar“, bemängelt Naghme Kamaleyan-Schmied, erste Vizepräsidentin der WÄK, nun neuerlich Schwierigkeiten bei der Bestellung und ergänzt: „Sporadisch und teilweise unangekündigt sind immer wieder kleinere Mengen Impfstoff im e-Impfshop verfügbar,das Vorgehen gleicht einer Impfstofflotterie.“ Unklar sei außerdem, welche Mengen noch bis Jahresende geliefert werden. Naghme Kamaleyan-Schmied und WÄK-Präsident Johannes Steinhart betonen, dass eine verlässliche Versorgung mit dem Herpes-Zoster-Impfstoff besonders wichtig sei und fordern mehr davon.  

Im Gesundheitsministerium, das für die Bestellung zuständig ist, weist Gesundheitsstaatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig die Kritik der WÄK zurück. Der Gürtelrose-Impfstoff werde am Weltmarkt eingekauft und laufend nachbestellt, Österreich sei aber von den verfügbaren Produktionsmengen abhängig, sagt sie. Gleichzeitig habe das Ministerium die Verantwortung, mit dem Steuergeld der Österreicher:innen sorgsam umzugehen. Königsberger-Ludwig: „Wir können nicht in beliebiger Menge und zu jedem Preis am Weltmarkt einkaufen.“ Und dass zwischen einzelnen internationalen Lieferungen zeitweise nicht jede Ordination unmittelbar nachbestellen kann, bedeute nicht, dass das Impfprogramm nicht funktioniert. Immerhin habe man bisher fast 900.000 Dosen Gürtelrose-Impfstoff bereitgestellt, und bis dato seien 633.250 Impfungen im e-Impfpass dokumentiert. (sst/APA)