Herzinsuffizienz und Inzidenz hämatologischer Malignome

Herzinsuffizienz (HI) wird mit einer erhöhten Rate an Krebserkrankung in Verbindung gebracht – durch gemeinsame Risikofaktoren und beispielsweise chronische Inflammation. Anhand nationaler Versicherungs- und Gesundheitsdaten untersuchte eine koreanische Studie das Auftreten von bösartigen Bluterkrankungen in einer Kohorte von 57.992 Patient:innen ohne und 57.992 mit HI (mittleres Alter 64 Jahre). Es traten vor allem myeloische Neoplasien, Plasmazellkrankheiten/Myelome und Lymphome (Hodgkin, Non-Hodgkin) auf. Im 13-Jahre-Follow-up war die Inzidenz hämatologischer Neoplasien in der HI-Kohorte signifikant erhöht (HR 1,36; myeloisch 1,96; Plasmazellkrankheiten 1,49). Insbesondere bei ischämischer Kardiomyopathie war das Auftreten von hämatologischen Neoplasien im Vergleich zu nicht-ischämischer HI nochmals signifikant erhöht (insgesamt HR 1,76; Plasmazellkrankheiten 2,41).

Bedeutung für die Praxis: Bei Herzinsuffizienz treten häufiger hämatologische Neoplasien auf und es soll besonders auf Blutbildveränderungen geachtet werden, speziell bei ischämischer Genese.