Forderung nach Adipositastherapie in Kassenordinationen 

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Gemeinsam mit der Österreichischen Adipositas Gesellschaft fordern oberste Wiener und niederösterreichische Ärzteverter:innen die medikamentöse Adipositastherapie durch die Kassen. 

„Die ÖGK finanziert die operative Magenverkleinerung, aber eine wirksame medikamentöse Therapie wird regulär nicht bezahlt, das ist absurd“, sagt der Vizepräsident der Österreichischen Adipositas Gesellschaft Bernhard Ludvik. „Für uns Ärzt:innen ist das nicht nachvollziehbar“, erklärt die Vizepräsidentin und Obfrau der Kurie niedergelassene Ärzt:innen der Kammer für Ärzt:innen in Wien Naghme Kamaleyan-Schmied. „Es sollen nicht nur jene eine Therapie bekommen, die es sich leisten können“, betont die Vizepräsidentin der Ärztinnen- und Ärztekammer für Niederösterreich Dagmar Fedra-Machacek.

Die Adipositas-Gesellschaft, die Wiener Ärztekammer und die Ärztekammer für Niederösterreich fordern nun die medikamentöse Adipositastherapie auf Kassenkosten. Derzeit ist diese nur in Ausnahmefällen möglich.

Die Therapie solle generell nach den Empfehlungen der Adipositas-Gesellschaft erfolgen. Diese empfiehlt, dass ab einem BMI von 30 kg/m2 beziehungsweise einem BMI von 27 kg/m2 bei Begleiterkrankungen oder Risikofaktoren für Begleiterkrankungen medikamentös therapiert wird. Die Behandlung mit Medikamenten soll wiederum Teil einer langfristigen, multidisziplinären Therapie mit Verlaufskontrollen und ärztlichen Beratungsgesprächen sein, die derzeit auch nicht von der Sozialversicherung erstattet werden. (sst/APA)